05.03.2015
Mehr als 1.600 Unterschriften gegen TV-Verschlüsselung: ORF 1 und ORF 2 sollen vorerst frei empfangbar bleiben

FREIE WÄHLER-Petition zum Erhalt des grenzüberschreitenden Fernsehens wird fortgesetzt

München. Die Fernsehprogramme ORF 1 und ORF 2 sollen einem Bericht der Schwäbischen Zeitung zufolge in Grenznähe zu Bayern vorerst unverschlüsselt bleiben. Das habe ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz angekündigt. Rund drei Wochen nach dem Start einer Massenpetition gegen die Verschlüsselungspläne ist dies ein wichtiger Erfolg der FREIEN WÄHLER in ihrem Bemühen, den grenzüberschreitenden Empfang des österreichi­schen Fernsehens im südbayerischen Raum auch über 2017 hinaus aufrechtzuerhalten.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bernhard Pohl aus Kaufbeuren: „Wir FREIE WÄHLER stehen für ein Europa der Regionen und wissen, dass sich viele Menschen in Bayern auch weiterhin aus erster Hand darüber informieren möchten, was bei unseren südlichen Nachbarn in Salzburg, Tirol und Vorarlberg passiert – politisch, kulturell und auch im Sport.“ Pohl sagte weiter, die Massenpetition „Medienvielfalt erhalten – für ORF und SRF über Antenne und im bayerischen Kabelnetz“ werde fortgesetzt. Bereits mehr als 1.600 Menschen hätten unterschrieben, mit jeder Unterschrift steige der Druck auf die Medienver­antwortlichen in Österreich und in Bayern, die Verschlüsselungspläne dauerhaft zurückzuziehen und den ORF weiterhin ins bayerische Kabelnetz einzuspeisen. „Die angekündigte Entscheidung des ORF ist für uns ein Etappensieg – nun wollen wir unsere Pläne zum dauerhaften Empfang des Österreichischen Fernsehens jedoch in Gänze umsetzen“, kündigte Pohl an.

Auch Florian Streibl, Parlamentarischer Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion aus Oberammergau, zeigte sich am Donnerstag erleichtert über die Entscheidung aus Wien: „Fast überall in Europa sind in den vergangenen 25 Jahren die Grenzen gefallen. Da passt es einfach nicht, die Menschen in Bayern per Verschlüsselung vom jahrzehntelang gewohnten Empfang der Fernsehprogramme Österreichs abzu­schnei­den.“ Die öffentlich-rechtlichen Rundfunk­anstalten hätten schließlich einen gesellschaftspolitischen Auftrag, der die Bevölkerung auf der jeweils anderen Seite der Grenze durchaus einschließe, so Streibl. „Für viele Menschen ist es beispielsweise wichtig, auch die ‚Zeit im Bild‘-Nachrichtensendung im ORF sehen zu können. So lernen sie Befindlichkeiten und Sichtweisen unserer Nachbarn kennen – oder erfahren von Ereignissen, die bei uns völlig unter den Tisch fallen. Das ist im Sinne eines lebendigen Europas nur zu begrüßen.“

Hier (KLICK!) finden Sie die Petition der FREIEN WÄHLER.


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