06.12.2017
Wiedereinführung des G9 in Bayern Riesenerfolg für FREIE WÄHLER

Piazolo: Jetzt die richtigen Weichen stellen!

München. Bayern kehrt zum neunjährigen Gymnasium zurück. Dies wird der Bayerische Landtag am Donnerstag in seiner nächsten Plenarsitzung beschließen. „Für die FREIEN WÄHLER ist das ein großer Erfolg, denn wir haben jahrelang massiv fürs G9 gekämpft und den nötigen Druck auf die Staatsregierung ausgeübt“, so der Fraktionsvorsitzende Hubert Aiwanger am Mittwoch bei einem Pressegespräch im Landtag. Der Parlamentarische Geschäftsführer Florian Streibl ergänzte, es sei höchste Zeit, dass das G9 an Bayerns Schulen zurückkehre. 

Bei dem Fototermin setzten die FREIEN WÄHLER einen symbolischen G9-Zug aufs Gleis. „Endlich ist unser Zug in den Zielbahnhof eingefahren – auch dank des Volksbegehrens der FREIEN WÄHLER vor drei Jahren. So konnten wir eine breite Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass Stoibers Turbo-Abi G8 keineswegs eine unabänderliche Tatsache ist“, freute sich der bildungspolitische Fraktionssprecher Prof. Dr. Michael Piazolo. Bei der Entwicklung des neuen G9 kommt es Piazolo auf folgende Inhalte besonders an:

  • Voausschauende Einstellung von Lehrkräften
  • Konkretere Lehrplangestaltung
  • Schulfinanzierungsgesetz, das Mehrbelastungen für die Kommunen ausschließt
  • Neue Unterrichtsformen, etwa die Stärkung des Projektunterrichts
  • Die Ausgestaltung der Oberstufe inklusive einer 'Überholspur' für Schüler, die dies wünschen (achtjähriger Gymnasialzug)
  • Zielgerichtete Berufsorientierungsangebote

Piazolo fordert die Bayerische Staatsregierung auf, das neue neunjährige Gymnasium mit Leben zu füllen. Wichtig sei insbesondere, die Übergangsphase vom G8 aufs G9 passend zu gestalten. „Schülern der Jahrgangstufen sechs und sieben steht aktuell nur das bald überholte G8 zur Verfügung – das ist inakzeptabel. Wir FREIE WÄHLER fordern Kultusminister Spaenle auf, jeder Schülerin und jedem Schüler eine neunjährige Lernzeit am Gymnasium zu ermöglichen“, sagte Piazolo. Nur so bleibe Kindern und Jugendlichen auch wirklich mehr Zeit zum Lernen und zum Leben.

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