14.07.2011
Waldwirtschaft konkret unterstützen

Herz: CSU und FDP machen nur Schaufensterpolitik / Bessere Forstpolitik muss konkret werden

München (da). Der forstpolitische Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, Dr. Leopold Herz, kritisiert die aktuellen Dringlichkeitsanträge von CSU und FDP zur Wald- und Forstwirtschaft wegen ihrer mangelnden Verbindlichkeit: „Wir begrüßen die Forderungen, den Wald sowie die Forstwirtschaft bei der Energiewende ausreichend zu unterstützen. Es ist jedoch nicht akzeptabel, wenn die Debatte darüber bis zur Nachtragshaushaltsdebatte 2012 verschoben wird.“ Die Staatsregierung gebe nur Lippenbekenntnisse ab, es fehle fast immer an der konkreten Umsetzung, so Herz weiter. Die Fraktion der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag fordert daher in einem eigenen Antrag, die Beratung der Privatwaldbesitzer durch Beratungspersonal sofort zu verbessern, um den Rohstoff Holz gerade im Privatwald im Hinblick auf die Energiewende besser zu nutzen.

Die FREIEN WÄHLER fordern insbesondere, dass Forstbetriebsgemeinschaften mehr als bisher unterstützt werden, dass der Waldwegebau praxisgerecht betrieben wird, indem keine weiteren Ausgleichsflächen ausgewiesen werden müssen. Außerdem soll bei der forstlichen Beratung der Baumart Fichte auf geeigneten Flächen ein entsprechender Stellenwert eingeräumt werden, um einer weiteren Verknappung des Schnittholzangebots zu begegnen. Die Forderung der SPD, die Waldnutzung im Rahmen einer so genannten Ampelkarte nur in bestimmten Bereichen zuzulassen, hält der Forstexperte für zu theoretisch und damit unpraktikabel: „Damit soll nur auf einige dringende Punkte hingewiesen werden, um die heimische Forstwirtschaft zu stärken und zukunftsfähig zu erhalten. Das Gesamtpaket möglicher Maßnahmen ist jedoch viel umfassender und muss genau überdacht werden. Die privaten Waldbesitzer dürfen hierbei nicht außer Acht gelassen werden und müssen aktiv in die Entwicklung mit einbezogen werden.“


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