Erwachsenenbildung

Lernen findet nicht nur in Schulen und nicht ausschließlich in der Kindheit und Jugend statt. Die Bedeutung lebenslangen Lernens für den Einzelnen wie für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung wird zunehmend anerkannt. So befindet sich unsere Gesellschaft in einem permanenten Wandel. Dementsprechend verändern sich auch die Anforderungen, die der Beruf, aber auch der Alltag an den Einzelnen stellt.  Anpassungsfähigkeit, der Wille zur Weiterentwicklung und die Fähigkeit, sich neues Wissen anzueignen, werden deshalb immer wichtiger. Das Konzept des lebenslangen Lernens zielt genau darauf ab: Es beschreibt die Befähigung, während des gesamten Lebens eigenständig und selbstbestimmt zu lernen.

Vor dem Hintergrund der viel diskutierten Notwendigkeit lebenslangen Lernens, der gesellschaftlich-wirtschaftlichen Entwicklung und des demografischen Wandels stellt sich zunehmend die Frage, welche Aufgabe eine zukunftsfähige Erwachsenenbildung hat und welche neuen Rahmenbedingungen die Politik hierfür gestalten muss. Gerade die non-formal ausgerichtete Erwachsenenbildung, die nicht in starren Strukturen verortet ist, bietet dabei beste Voraussetzungen zur Umsetzung von lebensnahem, motivations­förderndem und damit nachhaltigem Lernen, das möglichst alle Menschen erreicht.

Die Weiterentwicklung der Erwachsenenbildung angesichts vielfältiger und neuer gesellschaftlicher Herausforderungen ist zentrales Motiv der interfraktionellen Arbeitsgruppe „Erwachsenenbildung“ im Bayerischen Landtag. Im Rahmen der Novellierung des Erwachsenenbildungsförderungsgesetzes (EBFöG) möchten wir Motivationsanreize für „Lebenslanges Lernen“ durch die Förderung wohnortnaher, bedarfsorientierter und pluralistischer Bildungsangebote schaffen. Ziel ist es, durch niederschwellige Angebotsformen möglichst allen Menschen freiwillige, non-formale Bildungsangebote und damit auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und kulturellen Veränderungsprozessen zu ermöglichen. Wie auch im Schulsystem ist es uns dabei ein besonderes Anliegen, das System der Erwachsenenbildung so weiterzuentwickeln, dass durch die Schaffung effizienter und flächendeckender Lernräume möglichst in allen Regionen Bayerns gleichwertige Lebensbedingungen und Bildungschancen entstehen.

Unsere Positionen:

  • Stärkung der Erwachsenenbildung als zentrales Element der bayerischen Bildungslandschaft
  • Schaffung wohnortnaher, bedarfsorientierter, niederschwelliger und pluralistischer Erwachsenenbildungsangebote
  • Weiterentwicklung der Erwachsenenbildung und Novellierung des Erwachsenenbildungsförderungsgesetzes
  • Erhöhung der Fördermittel für die Erwachsenenbildung

Unsere Anträge im Bayerischen Landtag:

  • Arbeit im Rahmen der interfraktionellen Arbeitsgruppe „Erwachsenenbildung“ seit 2011
  • Erhöhung der Mittel für die Erwachsenenbildung (LT-Drs. 17/13366)