29.01.2013
Anerkennung der Erziehungsleistung von Müttern

FREIE WÄHLER zur heutigen Plenardebatte um eine bessere Anerkennung der Erziehungsleistung von älteren Müttern Gottstein: Typisch Staatsregierung - in Bayern Versprechungen machen und in Berlin bei der Anerkennung von Erziehungszeiten einknicken

va Gottstein, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, erklärt zur Debatte um eine bessere Anerkennung der Erziehungsleistungen von Müttern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden: „Hier ist das Feilschen um jeden Euro auf Bundesebene in doppelter Hinsicht ein Armutszeugnis. Für uns handelt es sich um eine Frage der Gerechtigkeit. Gerade jene Generation, die damals nicht die Wahl gehabt hat, sich frei zwischen Familie und Beruf zu entscheiden, soll nun offenbar leer ausgehen.“ Als Folge der jahrelangen falschen Familien- und Rentenpolitik von CDU/CSU und FDP auf Bundesebene steige die Armut bei Rentnern stetig - vor allem die Altersarmut bei Frauen. „Darum ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die heutige Familien- und zukünftige Rentenpolitik entscheidend. Sie ist ausschlaggebend dafür, ob sich junge Familien für oder gegen Kinder entscheiden.“

Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, sozialpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER: „Die Altersarmut, gerade von Frauen, ist ein Thema, das die Regierungsfraktionen endlich ernst nehmen sollte. Seit Jahren liegen die Zahlen auf dem Tisch. Bereits der erste ‚Bericht zur sozialen Lage in Bayern‘ hat im Jahr 2010 gezeigt, dass der Anteil der älteren Menschen, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, kontinuierlich zunimmt. Ende 2009 bezogen fast 89.000 Menschen in Bayern Grundsicherung im Alter. Damit deckten ca. 2,1 Prozent aller Personen dieser Altersgruppe ihren Lebensunterhalt nur mit Hilfe von Grundsicherungsleistungen – ein Großteil davon Frauen. Da frage ich mich schon, wo die soziale Verantwortung der Staatsregierung bleibt?“ Jungen Frauen und Männern sei durchaus klar, dass die Entscheidung für ein Kind auch massive wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen könne. „Dies ist ein Bewusstsein, das der vorherigen Generation nicht präsent war und sich nun in niedrigen Renten und Altersarmut bemerkbar macht“, so Bauer.