18.05.2017
Diesel-Fahrzeuge: FREIE WÄHLER sehen Hersteller in der Pflicht

Glauber: Wir brauchen Lösungen statt Fahrverbote

München. Die Stickoxid- und Feinstaubemissionen sind in vielen deutschen Städten deutlich zu hoch. Es ist daher keine Frage, ob gehandelt werden muss, sondern wie. „Wir müssen Lösungen finden, die nicht Millionen Besitzer von erst wenige Jahre alten Diesel-Fahrzeugen aus den Innenstädten ausschließen“, gibt Thorsten Glauber, Verkehrsexperte der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, zu bedenken.

Die FREIEN WÄHLER unterscheiden zwischen den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6. Bei letzteren Fahrzeugen handele es sich um nagelneue Autos – hier seien die Hersteller in der Pflicht. „Wo Euro 6 draufsteht, muss auch Euro 6 drin sein. Wenn die Werte auf dem Prüfstand nicht realistisch sind, muss nachgebessert werden – und zwar ausschließlich von den Fahrzeugherstellern“, fordert Glauber. Euro 5-Fahrzeuge wurden von 2009 bis 2015 verkauft. „Sollen Menschen, die weiterhin in die Stadt fahren wollen, ihre zwei Jahre alten Autos auf den Schrottplatz geben und sich schon wieder ein neues holen?“, fragt Glauber und fährt fort: „Das halte ich für unsozial, unrealistisch und politisch nicht umsetzbar.“

Fahrzeuge mit Euro 5 könnten mit realistischem Aufwand nicht auf Euro 6 aufgerüstet werden. „Deshalb brauchen wir etwas dazwischen – einen ‚Standard 5,5‘. Diesen müssen Autos durch Nachrüstungen erreichen können, hierzu ist Bundesverkehrsminister Dobrindt aufgefordert“, stellt Glauber fest. Ohne eine solche Lösung ist der Diesel als Ganzes in Gefahr – und damit auch viele Tausend Arbeitsplätze in Bayern. „Nach eineinhalb Jahren, die Kanzlerin Merkel und Verkehrsminister Dobrindt in Berlin ausschließlich mit Reden vergeudet haben, sind wir den Autofahrern und der Luftqualität unserer Städte jetzt endlich Lösungen schuldig“, so Glauber.

Hinweis: Den entsprechenden Dringlichkeitsantrag finden Sie HIER.