12.07.2017
„Fraktion vor Ort“ zu Gast bei der Waldbauernvereinigung Landau

FREIE WÄHLER fordern Stärkung der staatlichen Beratung für Land- und Forstwirtschaft

Pilsting. Fraktion vor Ort im Landkreis Dingolfing-Landau: Die Landshuter Abgeordnete Jutta Widmann sowie Fraktionschef Hubert Aiwanger kamen am Montag zu einem Besuch der Waldbauernvereinigung Landau (WBV) nach Pilsting, um sich dort über Probleme mit dem Borkenkäfer zu informieren - denn der vermehrt sich in dieser Sommersaison geradezu massenhaft.

Die Waldbauernvereinigung (WBV) betreut rund 6.000 Hektar Waldfläche, die sich auf gut 1.600 Mitglieder verteilen. So wie ganz Bayern seit Jahren verstärkt vom Borkenkäfer betroffen ist, zeigt sich auch in Niederbayern ein ähnliches Bild. Käfer wie der Buchdrucker und der Kupferstecher befallen die Fichten und sorgen für beträchtliche Schäden. Aiwanger und Widmann machten sich vor Ort ein Bild von der aktuellen Lage. Eine schlagkräftige Beratung und Betreuung der Waldbesitzer sei bei der Bekämpfung des Borkenkäfers und dem Erhalt stabiler Wälder wichtig, so die übereinstimmende Meinung von WBV und den beiden Landtagsabgeordneten.

Der seit Jahren anhaltende massive Personalabbau in der staatlichen Forstberatung - Halbierung der Stellen seit 2004 – gehe zulasten der Waldbesitzer vor Ort, die auf diese Fachleute angewiesen seien, so Widmann und Aiwanger. Die wenigen verbliebenen Personen könnten die zunehmenden Aufgaben nicht mehr erfüllen. Deshalb müssten die Waldbesitzervereinigungen ebenso gestärkt werden wie die staatliche Beratung in der Forstwirtschaft, aber auch der Landwirtschaft. Auch in der Landwirtschaft sei es fragwürdig, wenn die Beratung über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht mehr von neutraler staatlicher Stelle, sondern von Firmenvertretern mit Verkaufsinteresse erfolgten. Deshalb müssten seitens des Freistaates Bayern wieder mehr Stellen geschaffen werden, gerade auch in der Beratung.

In Bezug auf die gezielte Bekämpfung des Borkenkäfers fordern Widmann und Aiwanger, die Lagerung von Käferholz außerhalb des Waldes wie in der Vergangenheit durch eine Prämie zu unterstützen. Da der direkte Abtransport zu Sägewerken häufig an bereits ausgelasteten Kapazitäten scheitere, sollten Lagerplätze 500 Meter außerhalb des Waldes eingerichtet werden, so WBV-Geschäftsführer Michael Hirtreiter.