12.10.2017
FREIE WÄHLER begrüßen Euthanasieopfer-Forschungsprojekt der Max-Planck-Gesellschaft

Bauer: NS-Verbrechen aufarbeiten – Würde der Ermordeten wiederherstellen!

München. Vor knapp 30 Jahren beschloss die Max-Planck-Gesellschaft (MPG), alle Humanpräparate aus der NS-Zeit zu bestatten, die mutmaßlich von Opfern der sogenannten Euthanasie-Aktion sowie anderen NS-Opfergruppen stammten. Doch noch immer sind nicht alle Präparate bestattet. In einem Antrag hat die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion die Staatsregierung deshalb aufgefordert, den Landtag fortlaufend über die Ergebnisse des eigens eingerichteten Opfer-Forschungsprojektes der MPG zu informieren.

Prof. Dr. (Lima) Peter Bauer, MdL der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und Mitglied des Wissenschaftsausschusses, betont: Es ist höchste Zeit, dass die Max-Planck-Gesellschaft dieses dunkle Kapitel ihrer Geschichte aufarbeitet und abschließt.“ Er begrüße daher ausdrücklich, dass die MPG das Forschungsprojekt, das kommenden Juni starten soll, ins Leben gerufen hat. „Erst durch eine ordnungsgemäße Bestattung kann die Würde der Ermordeten wiederhergestellt werden.“

Eigentlich sollten die Humanpräparate der NS-Zeit längst ordentlich bestattet worden sein. Doch offenbar wurden die Präparate noch bis in die 1950er und 1960er Jahre in Forschung und Lehre eingesetzt. Teil der Aufarbeitung müsse daher auch sein, darzulegen, wie es dazu kommen konnte, dass sich in den Archiven der Gesellschaft immer noch mit der NS-Zeit belastete Humanpräparate befänden, so Bauer.

Bauer erklärt weiter, der Antrag der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion sei auf große Zustimmung gestoßen und einstimmig angenommen worden. „Die Mitglieder des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst haben mit Dank auf unseren Antrag reagiert.“

Hinweis: Den erwähnten Antrag finden Sie unten links, unter "Weitere Informationen".