11.01.2018
FREIE WÄHLER besuchten KU Eichstätt-Ingolstadt

Gottstein: Universität ist Bereicherung und unverzichtbarer Standortfaktor

Eichstätt. Am zweiten Tag ihrer Fraktionsklausur haben die FREIEN WÄHLER die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) besucht. Sie ist die einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum und mit rund 5.100 Studierenden alles andere als eine Massenuniversität. Wegen der guten Betreuungssituation sei es daher wenig verwunderlich, dass sich die KU großer Beliebtheit erfreue, wie die Präsidentin der Universität Prof. Dr. Gabriele Gien bei ihrer Begrüßung erläuterte. „Nach einigen turbulenten Jahren befindet sich die KU inzwischen wieder auf einem sehr guten Kurs“, freut sich der hochschulpolitische Fraktionssprecher und Vorsitzende des Landtagswissenschaftsausschusses Prof. Dr. Michael Piazolo. Lobenswert sei, dass die Universität durch zahlreiche Kooperationen weltweite Studienmöglichkeiten anbiete.

Thematische Schwerpunkte des Treffens waren die Bedingungen für Frauen in der Wissenschaft, die familienfreundliche Ausgestaltung des Universitätsbetriebs sowie die sogenannte Engagierte Hochschule: „Die KU versteht sich nicht nur als Ort der Forschung und Lehre, sondern fördert gezielt auch das ehrenamtliche Engagement ihrer Studierenden. Diese erhalten die Möglichkeit, sich das sogenannte Servicelearning in entsprechenden Studienfächern als praktische Studienleistung anerkennen zu lassen“, so Piazolo beeindruckt.

„Nach wie vor nutzen wir das Potenzial von Frauen zu wenig“, stellte Eva Gottstein, die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, fest. Allerdings bemühe sich die KU aktiv, hier Abhilfe zu schaffen. „Die Universität hat beispielsweise ein Gleichstellungskonzept, um mehr Frauen an Lehrstühle zu berufen. Außerdem ermöglicht sie Studierenden mit Kindern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung“, lobt Gottstein. Dazu hat die KU vor einigen Jahren ein Kinderhaus errichtet. Häufig seien es die prekären Arbeitsverhältnisse im Hochschulbereich, die insbesondere junge Frauen in der Familiengründungsphase trotz Eignung davon abhielten, sich für eine wissenschaftliche Karriere zu entscheiden, monierte Piazolo.

Generell zeichnet sich die KU dadurch aus, dass sie starkes Gewicht auf die interdisziplinäre Vernetzung und Kommunikation legt. Ein Beispiel dafür sei das „Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft“ (ZFG), das sich um eine familienfreundliche Hochschule bemühe. Ebenso wie das ZFG versucht das Zentrum für Flucht und Migration (ZFM) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Lösungsansätze für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. „Ein weiterer Punkt, an dem sich diese Universität vorbildlich verhält“, lobte Gottstein.


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