07.12.2017
FREIE WÄHLER fordern Einführung einer Sockelfinanzierung für Kitas

Schmidt: Erzieherberuf muss attraktiver werden

München. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion fordert die Staatsregierung auf, eine Sockelfinanzierung für Kindertageseinrichtungen einzuführen. „Damit können Einrichtungen finanziell abgesichert und der Verwaltungsaufwand sowie die Randzeitenbetreuung angemessen berücksichtigen werden“, erklärt Gabi Schmidt, sozialpolitische Fraktionssprecherin. Letztendlich steigere dies die Qualität in den bayerischen Kindertageseinrichtungen.

Neben der stufenweisen kostenfreien Gestaltung der Kindertagesbetreuung, welche die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion bereits gefordert hat, sei der sukzessive Qualitätsausbau der Kitas in Bayern unerlässlich. „Die Anpassung des Basiswerts für Kindertageseinrichtungen ist umso wichtiger, weil manche Kosten bisher nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Deshalb ist die Einführung einer staatlichen Sockelfinanzierung so bedeutend“, so Schmidt. In der ursprünglichen Formulierung des Basiswerts im Bayerischen Kinderbetreuungs- und Kinderbildungsgesetz (BayKiBiG) waren Aufgaben wie etwa die Dokumentation nicht vorgesehen.

Eine staatliche Sockelfinanzierung käme vor allem kleineren Kindertageseinrichtungen zugute, da diese unabhängig von der Anzahl der in der Einrichtung betreuten Kinder gezahlt wird. Eine derartige Grundfinanzierung würde darüber hinaus zu einer besseren Planungssicherheit für die jeweiligen Träger der Kindertageseinrichtung und zu einem angenehmeren Betriebsklima führen. „Damit steigt auch der Anreiz, eine pädagogische Ausbildung anzustreben. Jetzt muss die Staatsregierung zeigen, wie der Erzieherberuf für Berufsanfänger und auch Quereinsteiger attraktiver gestaltet werden kann“, fordert Schmidt.

Hinweis: Den erwähnten Dringlichkeitsantrag der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion finden Sie unten links unter "Weitere Informationen".