03.08.2012
FREIE WÄHLER fordern: Grund- und Mittelschulen nicht im Regen stehen lassen

Felbinger: Grund- und Mittelschulen dürfen nicht für Rechenfehler des Kultusministeriums büßen

München (ml). Günther Felbinger, MdL und bildungspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, warnt angesichts der anhaltenden Diskussionen um die künftige Ausgestaltung des Gymnasiums, dass die Probleme anderer Schularten nicht aus den Augen verloren werden dürften. „Gerade an vielen kleinen Grund- und Mittelschulen sieht es alles andere als rosig aus. Von der breiten Öffentlichkeit  weitgehend unbemerkt kämpfen viele Standorte ums Überleben – die Situation ist katastrophal.“ Das Problem liege Felbinger zufolge sowohl in einer unzureichenden Lehrerstundenzuweisung wie auch in vollkommen falschen Prognosen seitens des Kultusministeriums. „Die derzeit vom Kultusministerium vorgesehene Lehrerstundenzuweisung für Grund- und Mittelschulen sind geradezu skandalös“, so Felbinger. „Anstatt hier endlich aufzustocken und damit eine individuelle Förderung der Kinder zu ermöglichen, wurden die Stundenzuweisungen sogar um sechs Prozent gekürzt. „Es ist mir unbegreiflich, wie das Kultusministerium die Mittelschule gebetsmühlenartig als Erfolgsmodell darstellen kann, wenn es im selben Atemzug dieser Schulart bildlich gesprochen die Luft zum Atmen nimmt, indem man den Schulen einfach nicht die dringend benötigten Lehrkräfte gibt.“ Da die Mittelschule zudem praktisch als einzige weiterführende Schulart für die personalintensive Inklusion zuständig sei, potenzierten sich diese Probleme. Kleine Grundschulen benötigten Sonderbudgets, da ansonsten dort ein vernünftiger Schulbetrieb und Zusatzangebote wie Schulchor oder Schulspielgruppe einfach nicht möglich sei: „Wir FREIE WÄHLER werden uns weiterhin für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern einsetzen. Wohnortnahe Schulen sind dabei für uns ein Kernelement“, so Felbinger abschließend.