15.02.2017
FREIE WÄHLER fordern: Keine Zweiklassengesellschaft in der Milchwirtschaft

Herz: Differenzierung der Milch nach Haltungsbedingungen durch den Lebensmitteleinzelhandel ist nicht tragbar

München. München. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion lehnt eine Unterscheidung der Milch nach Haltungsbedingungen ab. Eine solche Ungleichbehandlung durch den Lebensmitteleinzelhandel sei nicht tragbar und gefährde die Existenz vieler bäuerlicher Familienbetriebe, so der agrarpolitische Fraktionssprecher Dr. Leopold Herz.
 
Die Anbindehaltung ist in Bayern relativ weit verbreitet: etwa die Hälfte der Milchviehbetriebe praktiziert diese noch. Rund ein Drittel der Kühe werden in diesem System gehalten – vor allem in kleinen Betrieben mit durchschnittlich 27 Kühen.
 
Eine getrennte Erfassung der Milch aus Anbindehaltung, wie es vom Lebensmitteleinzelhandel vorgeschlagen wurde, sei nicht zu realisieren, kritisiert Herz. „Die entstehenden Kosten werden dann mit großer Sicherheit auf die Halter umgelegt. Das wäre ein schwerer Schlag für die kleinen, familiengeführten Betriebe und führt zu einer Zweiklassengesellschaft in der Milchwirtschaft. Wir FREIEN WÄHLER lehnen das strikt ab.“
 
Der Strukturwandel – weg von der bäuerlichen Landwirtschaft – müsse verhindert und nicht noch künstlich befeuert werden, so Herz.