03.06.2014
FREIE WÄHLER fordern Teilzeit-Referendariat für Lehrer

Felbinger: Wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

München. Nach derzeitiger Rechtslage ist es für Lehramtsanwärter nicht möglich, das Referendariat in Teilzeit zu absolvieren. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion will das ändern und hat die Staatsregierung deshalb mit einem Antrag aufgefordert zu prüfen, ob und wie die Durchführung des Referendariats in Teilzeit möglich ist. „Lehramtskandidaten, die minderjährige Kinder betreuen oder nahe Angehörige pflegen, sollen diese Teilzeit-Möglichkeit bekommen“, erläutert Günther Felbinger, bildungspolitischer Fraktionssprecher und stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Fragen des Öffentlichen Dienstes. Die CSU lehnte den Antrag mit Verweis auf Wettbewerbsgrundsatz und Chancengleichheit ab, Felbinger kann diese Argumentation nicht nachvollziehen: „Von einer Wettbewerbsverzerrung kann hier keine Rede sein. Denn wer aufgrund familiärer Verpflichtungen kein Vollzeit-Referendariat absolvieren kann, wird die zusätzliche Zeit eben nicht für die Ausbildung, sondern für die Betreuung seiner Kinder oder eines pflegebedürftigen Angehörigen nutzen.“ Und schließlich stehen Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates: „Im Hinblick auf diesen Verfassungsgrundsatz ist unserer Ansicht nach für die angesprochenen Personen ein Teilzeit-Referendariat dringend erforderlich“, so Felbinger. Denn schließlich, ergänzt Felbinger, zeichne sich der Lehrerberuf gerade wegen der guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus: „Das darf nicht durch die fehlende Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung konterkariert werden.“

Pressemitteilung vom 03.06.2014