04.08.2017
FREIE WÄHLER warnen vor Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest

Aiwanger: Vorsorge dringend verstärken!

München. Die Meldungen aus Tschechien bezüglich der Afrikanischen Schweinepest (ASP) überschlagen sich mittlerweile. In unserem Nachbarland sind bereits einige Fälle der ASP aufgetreten. Entsprechend groß ist die Sorge bei bayerischen Schweinehaltern, denn die Seuche ist hochansteckend. „Es müssen schnell Maßnahmen ergriffen werden, um ein Übergreifen der Seuche nach Bayern zu verhindern“ warnt Hubert Aiwanger, Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. Neben der Einhaltung strikter Hygienerichtlinien in der Schweinehaltung müsse auch die Bevölkerung aufgeklärt werden. „Denn selbst über Wurstwaren aus Schweinepest-Regionen Osteuropas, von Reisenden oder Saisonarbeitern unachtsam weggeworfen und von Wildschweinen oder Hausschweinen gefressen, kann die Seuche eingeschleppt werden“, gibt Aiwanger zu bedenken. Deshalb müsse es streng unterbunden werden, dass Lebensmittel, die eine Übertragungsgefahr der Schweinepest darstellen, nach Deutschland eingeführt würden.
 
Eine wichtige Aufgabe zur Reduzierung der Schweinepestgefahr fällt auch den Jägern zu. Neben den Privatrevieren müssten auch in Staatsjagdrevieren die Anstrengungen zur Bejagung der Wildschweine erhöht werden, um die Bestände auszudünnen und damit die Übertragungsgefahr der Seuche zu reduzieren. Aiwanger fordert dazu auch Agrarminister Brunner auf, eine bessere Zusammenarbeit der Staatsjagden mit den Privatjagden bei der Wildschweinbejagung in die Wege zu leiten. Die Anzahl und der Erfolg gemeinsamer revierübergreifender Bewegungsjagden auf Wildschweine könnten deutlich erhöht werden, wenn auf den gleichzeitigen Abschuss von Rehen verzichtet würde, so Aiwanger. Weitere Möglichkeiten zur Seuchenprävention wären die Übernahme der Kosten für die Trichinenuntersuchung und der Konfiskatentsorgung durch den Staat. „So könnten die Jäger ohne unnötigen zusätzlichen Kostenaufwand mehr Wildschweine schießen und durch saubere Entsorgung das Infektionsrisiko deutlich verringern“, betont Aiwanger.