05.07.2017
FREIE WÄHLER zur Anhörung „Entwicklung einer sozialen und nachhaltigen Ge-meinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020“ im Bayerischen Landtag

Herz: Zukunft der GAP muss sich an bäuerlichen Betrieben orientieren

München. Wie soll es mit der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik nach 2020 weitergehen? Dr. Leopold Herz, agrarpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, fordert nach der heutigen Anhörung im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags eine weitere Konzentration der GAP auf familiengeführte, bäuerliche Familienbetriebe: „Ziel der GAP nach 2020 muss es sein, den landwirtschaftlichen Strukturwandel weiter zu verlangsamen. Dies kann nur geschehen, wenn der Schwerpunkt der Förderung auf die ersten Hektare gelegt und eine Staffelung der Flächenprämie eingeführt wird. Auch muss sich die Bedeutung des Grünlands besser in der Förderung widerspiegeln.

Zudem kritisiert Herz die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels: „Um in Zukunft wieder angemessene Preise für landwirtschaftliche Produkte erzielen zu können, müssen auch im Rahmen der GAP-Verhandlungen Lösungen gefunden werden. Das jetzige System stößt an seine Grenzen und geht zulasten der landwirtschaftlichen Betriebe. Wir brauchen wieder faire Preise, nur so können die Landwirte auf Dauer überleben.“

Jetzt werden die Weichen für die gemeinsame europäische Agrarpolitik nach 2020 gestellt. Die Landwirtschaft als Produzent regionaler und hochwertiger Lebensmittel müsse dabei unbedingt wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, erklärt Herz.