15.06.2017
Glauber: Änderung der Bauordnung an großem Wohnungsbedarf orientieren

Thorsten Glauber, stellvertretender Vorsitzender und baupolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, zur Meldung „Herrmann: Nach Hochhausbrand sollte Gebäudesanierung auf Prüfstand“:
 
„Wir FREIEN WÄHLER bedauern das tragische Unglück von London zutiefst, unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer, den vielen Verletzten und Hilfskräften. Jetzt bedarf es einer besonnenen Beurteilung der Situation in Deutschland: Wir haben uns eine Brandschutzverordnung gegeben, die seit der furchtbaren Brandkatastrophe 1996 am Flughafen Düsseldorf kontinuierlich verschärft wurde und nun zu den rigidesten in der Welt gehört. Private Bauherren als auch Kommunen investieren für die eigene und öffentliche Sicherheit hohe Summen, um Brandgefahren effektiv abzuwehren. So müssen bei allen Gebäuden über 22 Metern Höhe die Fassaden bereits jetzt aus nicht brennbarem Material bestehen – ein Unglück wie in London ist in Bayern somit ausgeschlossen. Darüber hinaus werden in Deutschland bei solchen Gebäuden sowohl in der Planung als auch in der Ausführung die Feuerwehren stets eingebunden. Ich als Architekt halte daher nichts davon, die einschlägigen Vorschriften erneut verschärfen zu wollen. Eine Änderung der Bauordnung muss sich vielmehr daran orientieren, den riesigen Bedarf an Wohnungen in Bayern rasch zu decken. Hier sehe ich den eigentlichen Nachholbedarf für Bauminister Herrmann.“