13.08.2014
Projekte für bessere Eine-Welt-Politik

FREIE WÄHLER fordern flächendeckend Eine-Welt-Stationen in Bayern / Schulen sollen sensibilisiert werden

München. Dr. Hans Jürgen Fahn, entwicklungspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, war in den vergangenen Wochen Bayernweit an Schulen unterwegs, um auf Missstände wie Kinderarbeit aufmerksam zu machen und für Fairen Handel zu werben. An jeder Schule erhielten die Schüler einen Fußball, der unter den Bedingungen des Fairen Handels produziert wurde (u.a. unter Ausschluss von Kinderarbeit). „Nach der Fußball-WM und zum Bundesligastart ist es ein guter Zeitpunkt, um beispielsweise die Herkunft von Fußbällen genauer zu betrachten“, berichtet Fahn. Ein Großteil der Fußbälle stamme aus Pakistan: „Näherinnen verdienen dort oft nur einen Bruchteil des gesetzlichen Mindestlohns. Familien verarmen und eine der Auswirkungen ist, dass auch Kinder mitarbeiten müssen, um das Einkommen der Familie zu verbessern.“

Ein Baustein für eine bessere Eine-Welt-Politik ist der Faire Handel: „Fair Trade bietet unter anderem faire Mindestlöhne, verbesserte Arbeitsbedingungen, Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und ein transparentes System. Verbraucher leisten durch den Kauf von Fair-Trade-Produkten einen direkten Beitrag, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den Anbau- und Produktionsländern zu verbessern“, verdeutlicht Fahn. Darüber hinaus sei es aber auch wichtig, in Bayern ein flächendeckendes Netz von Eine-Welt-Stationen aufzubauen. Derzeit gebe es davon nur 25 in Bayern, mit deutlicher ‚Unterversorgung‘ in Unterfranken, Niederbayern und Schwaben.

„In Unterfranken gibt es leider nur zwei Eine-Welt-Stationen und zwar in Aschaffenburg und Würzburg.  Flächendeckend heißt,  in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt – dies wären dann 96 Stationen in Bayern. Eine-Welt-Stationen leisten durch vielfältige Angebote auch in der Bildungsarbeit einen wichtigen Beitrag zur Eine-Welt-Politik und setzen sich für den Fairen Handel ein. Aus Sicht der FREIEN WÄHLER ist es zudem wichtig, die Schulen dafür zu sensibilisieren“, so Fahn.