03.12.2015
Streit um Stromtrassen geht weiter

Aiwanger: Bayern braucht keine Mega-Stromtrassen!

München. Die umstrittenen Stromtrassen SuedLink und Südostpassage nach Bayern werden nicht fertig sein bis zum Abschalten der Kernkraftwerke im Jahr 2022. Trotzdem ist die Versorgungssicherheit Bayerns sichergestellt. Deshalb stellt der Fraktionsvorsitzende der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag, Hubert Aiwanger, die klare Forderung auf: „Stopp für SuedLink und Südostpassage, die sowieso nicht realisierbar sind. Stattdessen die nächsten zehn Jahre nutzen, um dezentrale Alternativen auszubauen, von Kraft-Wärme-Koppelung bis Erneuerbare Energien!“

Aiwangers Forderung nach dem Trassenstopp wird untermauert durch eine Stellungnahme der Staatsregierung. Im Rahmen einer Anfrage Aiwangers zum Plenum schreibt die Staatsregierung, dass aufgrund der bestehenden und geplanten Gaskraftkapazitäten „die Versorgungssicherheit auch nach Abschaltung der Kernkraftwerke gewährleistet ist“. Die Frage, ob denn die Staatsregierung an die Fertigstellung der Stromtrassen bis 2022 glaube, wurde unbeantwortet gelassen - was auch eine Antwort sei, so der Fraktionschef.

Trassen müssen verhindert werden

Aiwanger: „Jahrelang wurde den Bürgern in Bayern eingeredet, ohne SuedLink und Südostpassage würden nach dem Abschalten der Kernkraftwerke die Lichter ausgehen. Das war offenbar gelogen. Wir müssen die vom Trassenbau betroffenen Regionen in Unterfranken und Oberfranken über die Oberpfalz bis nach Niederbayern/Landshut und Oberbayern/Erding vor diesem Irrsinn schützen. Egal ob 70 Meter hohe Strommasten oder 20 bis 30 Meter breite Erdkabeltrassen, auf denen massive Nutzungseinschränkungen für die Land- und Forstwirtschaft eintreten würden: Diese Trassen müssen verhindert werden, weil sie unnötig sind!“

Hinweis: Die erwähnte Anfrage zum Plenum finden Sie unten links unter "Weitere Informationen".