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Tobias GotthardtTobias Gotthardt
Rainer LudwigRainer Ludwig
21.11.2019
„Fraktion vor Ort“ in Frauenzell:

FREIE WÄHLER setzen bei der Energiewende auf Zukunftstechnologien

München/Frauenzell. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion will der lange vernachlässigten Energiewende in Bayern neuen Auftrieb geben. Bei der Veranstaltung „Fraktion vor Ort“ im Kloster Frauenzell diskutierten der energiepolitische Fraktionssprecher Rainer Ludwig, der Oberpfälzer Abgeordnete Tobias Gotthardt und der Vorstandsvorsitzende der N-ERGIE Dr. Josef Hasler mit rund hundert Besuchern über künftige Energieträger, Speichermöglichkeiten und die energiepolitische Zukunftsstrategie der Landtagsfraktion.

Wichtigstes Anliegen der FREIEN WÄHLER: Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und nachhaltige Umweltverträglichkeit gewährleisten. Dies gelte sektorenübergreifend bei der Strom- Wärme- und Verkehrswende, so Rainer Ludwig. Auch die Förderung von  Zukunftstechnologien steht bei der Landtagsfraktion ganz oben auf der Agenda. Die Power-to-Gas Technologie sei ideal, um große Mengen erneuerbaren Stroms als Gas zu speichern und in Form von Wasserstoff oder Methan zu verwenden oder wieder zurück ins Stromnetz zu speisen, betonte Ludwig.

Daneben wollen die FREIEN WÄHLER das Thema Wasserstoff als alternative Antriebsenergie für Kraftfahrzeuge vorantreiben. „Für uns ist Wasserstoff der Energieträger der Zukunft – als Energiespeicher, als Transport-Vektor und als Brennstoff“, so Ludwig. Mit dem neuen Wasserstoffzentrum in Nürnberg setze der Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger bereits in seinem ersten Amtsjahr wertvolle Impulse, um dieser für die Energiewende so wichtigen Technologie einen Schub zu geben.

Außerdem wollen die FREIEN WÄHLER, dass der Ausbau Erneuerbarer Energien zusammen mit dem Ausbau intelligenter Speichertechnologien und mitdenkender Verteilnetze erfolgt, wie Gotthardt ausführte. Zudem plädiert seine Fraktion dafür, fossile durch heimische Energien zu ersetzen. „Unsere Wälder verfügen über ausreichend Restholz und Altholz, das sinnvoll eingesetzt werden könnte“, sagte Gotthardt. „Und auf unseren Dächern gibt es noch viele leere Flächen, auf denen Photovoltaik-Anlagen errichtet werden könnten.“ Das tue nicht nur der Staatskasse gut, weil nicht mehr so viel Energie importiert werden müsse, sondern auch der Natur und dem Klima, so Gotthardt.

Maßgebend sei, so viel erneuerbare Energie für Bayern wie möglich zu produzieren – dezentral und mit Wertschöpfung vor Ort, ergänzte Ludwig. Dabei müssten Bürger, Kommunen und Unternehmen als entscheidende Erfolgsfaktoren in die Energiewende miteinbezogen werden. Nur so könne auch die nötige gesellschaftliche Akzeptanz für die Energiewende geschaffen werden. Wichtig sei zudem, die Energiewende technologieoffen anzugehen. „Nur mit einem Mix aus allen erneuerbaren Energien, leistungsstarken Speichern und intelligenten Netzen können wir die ehrgeizigen Klimaziele von Paris erreichen“, sagte Ludwig. „Wichtig ist, dass Ökologie und Ökonomie in ein Paket gehören.“

 

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