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23.01.2019
FREIE WÄHLER gedenken Opfern des Nationalsozialismus

Streibl: NS-Zeit muss uns Warnung und Mahnung sein

München. Der Bayerische Landtag hat im Rahmen einer Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. An der Gedenkstunde nahm auch die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion teil. „Verbrechen an der Menschheit verjähren nicht. Deshalb ist es für uns Auftrag und Bedürfnis, immer wieder an den Holocaust, in dessen Verlauf Millionen unschuldiger Menschen bestialisch ermordet wurden, zu erinnern“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Florian Streibl. „Als Parlamentarier sind wir in besonderer Weise verpflichtet, solch abscheuliche Verbrechen nie wieder geschehen zu lassen.“
 
Die Vergangenheit müsse den Menschen dauerhaft Warnung und Mahnung sein, betonte der Fraktionschef: „Die Erinnerung an die Opfer bleibt ein zeitloses und unumstößliches Gebot.“ Doch nicht nur der von den Nazis ermordeten Menschen müsse gedacht werden, sondern auch der zahllosen Helfer, die oft unter Einsatz des eigenen Lebens Juden gerettet hatten. „Zwischen all den Gräueltaten der Nazis fanden Bürgerinnen und Bürger den Mut für Zivilcourage und Barmherzigkeit. Daran müssen wir uns ein Beispiel nehmen“, fordert Streibl. Nie wieder dürfe rassistischer und antisemitischer Hetze und Ausgrenzung Raum gegeben werden. „Deshalb müssen wir uns jeglichen neuen Formen des Antisemitismus und Rassismus mit aller Kraft entgegenstellen“, so Streibl.
 
Zivilgesellschaft und Rechtsstaat seien aufgerufen, täglich aufs Neue gegen Ausgrenzung, Hetze und Vorurteile zu kämpfen. „Auf den Lärm der Rassisten und Antisemiten dürfen wir nicht mit Stille antworten“, erklärt Streibl. Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Bayern stehe für ein weltoffenes Land, artikuliere das aber zu wenig. „Ich glaube, dass viele ihre Möglichkeiten unterschätzen, Weltoffenheit und Toleranz eine deutlichere Stimme zu geben.“ Dies sei aber dringend geboten: „Wer die Gedenkstätten der Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau oder Dachau besucht, erlebt, welche Grausamkeiten uns drohen, wenn wir im Kampf gegen die geistigen Brandstifter untätig bleiben“, mahnt Streibl.

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