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Florian StreiblFlorian Streibl
15.03.2020
FREIE WÄHLER rufen zu entschlossenem Kampf gegen Corona-Epidemie auf

Streibl: Lieber jetzt radikal handeln, als später vom Geschehen überrollt werden

München. Angesichts der sich weiter ausbreitenden Corona-Pandemie hat der Vorsitzende der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion Florian Streibl Bayerns Bürger zu entschlossenem Handeln aufgerufen. „Die ganze Welt schaltet in den Krisenmodus – es gilt, die Ausbreitung des Virus so zu verlangsamen, dass die Gesundheitssysteme der Länder nicht überfordert werden. Auch wir in Bayern müssen jetzt radikal handeln, sonst wird uns das Geschehen regelrecht überrollen.“
 
Streibl verweist auf einen Appell des ehemaligen italienischen Premierministers Matteo Renzi. Dieser hatte Deutschland in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL geraten, bei der Bekämpfung der Epidemie nicht „dieselben Fehler wie Italien“ zu machen. „Diesem Rat unserer italienischen Freunde sollten wir folgen und keine Zeit verschwenden, wenn sich mögliche härtere Maßnahmen – wie die in mehreren europäischen Ländern verhängten Ausgangssperren – damit später vermeiden lassen“, so Streibl.
 
Die von der Staatsregierung beschlossenen umfassenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus würdigte der Fraktionsvorsitzende als „richtiges Signal zur richtigen Zeit“. So schwer es auch fiele, gelte es nun, soziale Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren, für den Weg zur Arbeit lieber Fahrrad oder Auto statt Bus und Bahn zu nutzen und größere Menschenansammlungen zu meiden. Streibl: „Besonders wichtig ist es jedoch, Solidarität zu zeigen und Ruhe zu bewahren: Bieten Sie älteren oder benachteiligten Menschen bitte Ihre Hilfe an, etwa beim Einkauf, und verzichten Sie darauf, Verschwörungstheorien oder Fakenews aus Sozialen Medien ungeprüft zu übernehmen.“
 
Verärgert reagierte der Abgeordnete aus dem oberbayerischen Oberammergau auf ein Satireformat der ARD-Jugendwelle „Funk“, die das Coronavirus als „schönen und sinnvollen Reflex der Natur“ bezeichnet hatte. Dass vor allem Ältere daran stürben, sei „nur gerecht“, hatte es in dem Beitrag unter anderem geheißen. Streibl hierzu: „Das ist absolut geschmacklos, denn schon jetzt haben wir weltweit fast 6.000 Corona-Tote zu beklagen. Die ARD muss sich nicht wundern, wenn angesichts einer derart zur Schau gestellten Gefühlskälte viele Bürger den Rundfunkbeitrag infrage stellen.“
 
Ohne Gegenmaßnahmen könnten binnen Wochen aus vergleichsweise wenig gemeldeten Infektionen in Bayern hunderttausende Fälle werden, warnt Streibl. „Deshalb kommt es jetzt auf uns alle an – auf unser Herz und auf unseren gesunden Menschenverstand.“

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