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25.07.2019
FREIE WÄHLER unterstützen Glauber: Neue Qualität bei Tierschutzkontrollen erforderlich

Abgeordnete begrüßen angekündigte stärkere Überwachung von Agrar-Großbetrieben

Statements von Hans Friedl, verbraucherschutzpolitischer Sprecher, Benno Zierer, umweltpolitischer Sprecher, und Dr. Leopold Herz, agrarpolitischer Sprecher, zum Bericht von Umweltminister Thorsten Glauber heute im Landtagsumweltausschuss betreffs der Tierquälereivorfälle in einem Allgäuer Milchviehbetrieb:

Friedl:
„Nur gesundes Milchvieh erzeugt gesunde Lebensmittel – deshalb gehört das Tierwohl in den Mittelpunkt aller weiteren Überlegungen. Dieser Fall muss schonungslos aufgeklärt und gerichtlich verfolgt werden. Wichtig ist eine neu geregelte, flächendeckend stärkere Überwachung, wie sie Umweltminister Thorsten Glauber heute dankenswerterweise angekündigt hat. Wir FREIE WÄHLER setzen uns in Bayern für die Stärkung einer verbraucherschutzorientierten, kleinteiligen Landwirtschaft mit regionaler Wertschöpfung ein. Deshalb müssen wir uns auch Gedanken machen, ob Betriebe mit 3.500 Stück Milchvieh nicht überholt sind.“
 
Zierer:
„Der Tierschutz bleibt auf der Strecke, wenn landwirtschaftliche Betriebe zu groß werden – hier fehlt die persönliche Bindung zum Tier. Ich vertraue jedoch unseren Tierärzten, solche Fälle aufzudecken. Umweltminister Thorsten Glauber danke ich und unterstütze seinen Ansatz, Kontrollen bei Großbetrieben zu verstärken und dafür mehr Personal einzusetzen. Denn längst werden Verstöße gegen den Tierschutz auch in der Bevölkerung nicht mehr akzeptiert. Mitarbeiter landwirtschaftlicher Großbetriebe müssen so qualifiziert ausgebildet sein, dass sie ihre Arbeit verantwortungsvoll und stets in vollem Einklang mit dem Tierschutz verrichten.“

Herz: „Es macht in der jetzigen Situation Sinn, Personal aufzustocken. Ich warne jedoch davor, wegen des Tierquälereiskandals alle 30.000 Milchviehhalter in Bayern unter Generalverdacht zu stellen. Die überwältigende Mehrheit der Betriebe hat mit derart grausamen Machenschaften nichts zu tun.“

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