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Tobias GotthardtTobias Gotthardt
14.04.2021

Gotthardt zur Aktuellen Stunde "Soziale Berufe stärken": Wo es um Menschen geht, muss besser bezahlt werden!

Tobias Gotthardt, MdL der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, zur Aktuellen Stunde „Yes we care. Soziale Berufe konsequent stärken!“ im heutigen Plenum des Bayerischen Landtags:
 
„All das, was Menschen für Menschen in der Pflege leisten, ist nicht selbstverständlich: Menschlichkeit hat ihren Wert – und der ist hoch, sehr hoch. Berufe, bei denen es um Menschen geht, müssen deshalb endlich angemessen bezahlt werden und sollen eine höhere gesellschaftliche Wertschätzung erfahren. Die FREIE WÄHLER-Fraktion setzt sich daher schon seit Oppositionszeiten nachdrücklich für die Aufwertung sozialer Berufe in ganz Deutschland ein – in Regierungsverantwortung stärken wir in unserer Zuständigkeit drei zentrale Säulen: Pflege, Hebammen sowie Erzieherinnen und Erzieher.
 
In der Pflege fordern wir, einen neuen Anlauf für einen allgemeinverbindlich erklärten Tarifvertrag zu unternehmen und wir wollen eine optimale Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen. Für die Verbesserung der Rahmenbedingungen benötigen wir eine Pflegekammer als unabhängige Interessenvertretung.
 
Zur Stärkung des Hebammenberufs haben wir die meisten unserer politischen Ziele bereits durchgesetzt: Seit 1. Januar 2020 ist die Hebammenausbildung akademisiert, wobei die berufliche Ausbildung an bayerischen Hebammenschulen übergangsweise noch bis 31. Dezember 2022 begonnen werden kann. Hebammen und Entbindungshelfer werden künftig in einem dualen Studium auf ihren Beruf vorbereitet und das Gründerpaket der Staatsregierung hat eine Niederlassungsprämie in Höhe von 5.000 Euro für freiberufliche Hebammen geschaffen.
 
Erzieherinnen und Erzieher möchten wir durch das Bündnis für Frühkindliche Bildung in Bayern weiterhin unterstützen. Hier soll mit Tarifpartnern und Experten kontinuierlich Verbesserungspotenzial ausgelotet werden. Die Rahmenbedingungen in unseren Kitas haben wir bereits verbessert, indem ein Verwaltungs- und  Leitungsbonus eingeführt wurde, der nun noch einmal differenzierter ausgestaltet wird. Zudem soll die Erzieherausbildung modernisiert und das pädagogische Personal durch die Festanstellung von weiteren 2.000 Tagespflegepersonen und Assistenzkräften entlastet werden.
 
Die Corona-Pandemie hat eindrucksvoll gezeigt, welch überragende Leistungen Pflegekräfte für die Gesellschaft erbringen. Wegen der Tarifautonomie hat die Staatsregierung zwar keine Möglichkeit, direkt auf Löhne einzuwirken. Als FREIE WÄHLER Landtagsfraktion tragen wir Tariferhöhungen für Beschäftigte in sozialen Berufen jedoch stets in vollem Umfang mit.“

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