22.04.2018
Sonntagsmatinee „Jerusalem – Stadt der Menschen und ihre Bedeutung für die moderne Welt“ der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion

Streibl: Schlüssel für ein friedvolles Zusammenleben liegt in der Toleranz

München. Drei Religionen, zwei Staaten und eine bewegte Geschichte – das ist Jerusalem! Ungeachtet der angespannten politischen Situation leben dort Juden, Araber und Christen gemeinsam. Doch was genau hält die Menschen zusammen? Gemeinsam mit der Jerusalem Foundation Deutschland hat die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion zu einer Sonntagsmatinee eingeladen – unter dem Motto „Jerusalem – Stadt der Menschen und ihre Bedeutung für die moderne Welt“.

Gabriele Appel, Deutschland-Direktorin der Jerusalem Foundation, berichtete von der Arbeit ihrer Stiftung in der facettenreichen Stadt: „Wir wollen das friedliche Miteinander aller Menschen stärken, die Bildung verbessern, die Infrastruktur modernisieren und die Kulturlandschaft bereichern.“ Die Jerusalem Foundation arbeite überparteilich und politisch unabhängig. Getreu der Vision ihres Gründers, des berühmten Jerusalemer Bürgermeisters Teddy Kollek, leiste die Jerusalem Foundation für alle Menschen Hilfe zur Selbsthilfe – ganz gleich, ob Juden, Muslime oder Christen.

„In einer Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint, brauchen wir dringend Brückenbauer. Der Schlüssel für ein friedvolles Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen liegt in der Toleranz. Nur wenn wir andere Auffassungen, Meinungen und Einstellungen achten und akzeptieren, kann es ein gutes Miteinander geben“, würdigte der Parlamentarische Geschäftsführer und kirchenpolitische Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion Florian Streibl das Engagement der Jerusalem Foundation.

Den Frieden im Nahen Osten voranzubringen ist auch Prof. Dr. Michael Piazolo, Vorsitzender des Landtagswissenschaftsausschusses, ein großes Anliegen. „Ein wichtiger Baustein dazu ist der Zugang zu Bildungsangeboten für alle Kinder. Nur so können Armut und Perspektivlosigkeit vermieden und der Grundstock für ein Leben in Eigenverantwortung gelegt werden“, erklärte Piazolo, der auch bildungspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion ist.

„Beim Nahostkonflikt kennen wir nur Schwarz und Weiß, Gut und Böse. Das geht an der Realität meilenweit vorbei und stärkt wen? – Die Extremisten“, stellte der beliebte Münchner Kabarettist und Autor, Christian Springer, bei der Veranstaltung fest. Für ihn sei der Nahe Osten mehr: Großartige Menschen, atemberaubende Landschaften, Kulturgüter der Menschheitsgeschichte, Toleranz, Tradition und Moderne. „Aber welche Bilder erleben wir in den Nachrichten? Bomben, Fanatiker, Blut und Elend. Für mich ist das Propaganda“, erklärt Springer.

Abschließend stellte Streibl fest, letztlich sei es überraschenderweise ausgerechnet der „Zusammenprall der Kulturen“, der die Menschen in Jerusalem zusammenhalte. „Denn wahre Kulturen sind nicht in sich verschlossen, sondern dazu berufen, anderen Kulturen zu begegnen – um neue Wirklichkeiten zu schaffen.“

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