04.05.2018
Wasserkraft und Hochwasserschutz: FREIE WÄHLER informieren sich bei der Haslacher Mühle in Traunstein

Kraus: Existenz der mittelständischen Wasserkraft in Bayern sichern

Traunstein. Mit einer Besichtigung der Haslacher Mühle in Traunstein haben die FREIEN WÄHLER am Freitag ihre Frühjahrsklausur in Rosenheim fortgesetzt. Seit 1880 befindet sich die Mühle im Besitz der heutigen Betreiberfamilie Gfaller. Neben der Getreide-Mühle erzeugt das Unternehmen auch Strom aus umweltfreundlicher Wasserkraft und speist diesen in das öffentliche Netz ein. Zudem ist die Mühle Bestandteil eines funktionierenden Hochwasserschutzsystems für die im Trauntal gelegenen Wohn- und Gewerbegebiete.

„Wasserkraft ist eine wichtige Säule der Energiepolitik in Bayern, die kleinen Kraftwerke stabilisieren die lokalen Stromnetze. Sie sind somit enorm wichtig für eine regional und dezentral erfolgreich umgesetzte Energiewende“, erklärt Nikolaus Kraus, gastgebender Abgeordneter der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. Allerdings könne die Wasserkraftwerke das gleiche Schicksal ereilen wie Windräder oder Biogasanlagen.

„Derzeit wird ein neuer Mindestwasserleitfaden erarbeitet. Er regelt, wie viel Wasser kleine Mühlen und Wasserkraftwerke aus Flüssen ausleiten und zur Stromgewinnung nutzen dürfen. Der jetzige Entwurf wird dazu führen, dass der Betrieb für viele kleine Wasserkraftwerke, die oft seit Jahrhunderten in Betrieb sind, unrentabel wird. Wir FREIE WÄHLER wollen, dass auch künftig die Existenz der mittelständischen Wasserkraft in Bayern gesichert ist. Deshalb fordern wir, dass beim neuen Mindestwasserleitfaden neben den ökologischen auch die ökonomischen Aspekte berücksichtigt werden. Nur so können kleine Mühlen und Wasserkraftanlagen auch in Zukunft weiter bestehen“, so Kraus.

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