Joachim HanischWolfgang HauberGerald Pittner

16.05.2019
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter zu Besuch bei der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion

Bayerns Bürger leben in Sicherheit und Freiheit – doch das muss jeden Tag aufs Neue erarbeitet werden. Über die Belange der Polizeiarbeit haben sich daher der innenpolitische Sprecher Wolfgang Hauber, der kommunalpolitischer Sprecher Joachim Hanisch und der Sprecher für Fragen des öffentlichen Dienstes Gerald Pittner mit dem Vorstand des Landesverbandes Bayern des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ausgetauscht. Zentrale Themen des Fachgespräches im Bayerischen Landtag waren steigender Leistungsdruck, Dienstpostenbewertung und Nachwuchsförderung zur Sicherung der Zukunft dieses Berufsstandes.

Die Vertreter des BDK betonten, dass die Anforderungen an die Tarifbeschäftigten im Bereich der Polizei deutlich gestiegen seien. Die reine Schreibkraft gehöre der Vergangenheit an. Fachliche, physische und psychische Anforderungen seien sehr hoch. Abhilfe schaffen könnte das neue Berufsbild eines Kriminalfachangestellten. Entsprechend müsse sich dies auch durch eine bessere Eingruppierung bemerkbar machen. Damit würden die Beamten deutlich entlastet und könnten ihren eigentlichen Vollzugsaufgaben deutlich besser nachkommen.

Der Verband merkte darüber hinaus an, dass die Beförderungssituation im Bereich der Kripo deutlich schlechter sei als im Bereich der Schutzpolizei. Dieser Umstand führe mithin dazu, dass erfahrene Kripobeamte zur Schutzpolizei wechselten und damit das Wissen bei der Kripo verloren ginge. Auch die Pensionierungswelle im Öffentlichen Dienst und in der Polizei Bayern träfe die Kriminalpolizei aufgrund ihrer Altersstruktur besonders hart.

Daher waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig: Polizei und Politik müssten schnell gemeinsam handeln, damit die Kriminalpolizei der Zukunft auch weiterhin ihre gesetzlichen und gesellschaftlichen Aufgaben erfüllen kann – ohne Qualitätseinbußen in der täglichen Arbeit.

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