Im Dialog

Gabi SchmidtGabi Schmidt
19.07.2019
Gesellschaftliche Teilhabe für alle ermöglichen – Modellregion Kempten ist leuchtendes Beispiel

Schmidt: Inklusion kann nur gemeinsam gelingen!

München/Kempten. Es lohnt sich in Gleichberechtigung zu investieren, denn in einer offenen und gerechten Gesellschaft muss Teilhabe für alle möglich sein. Dabei geht es sowohl um die Wertschätzung und Anerkennung von Unterschieden, als auch um die Beseitigung von Missständen, Diskriminierungen und Ungerechtigkeiten. Die fraktionsübergreifende „Arbeitsgruppe Inklusion“ im Bayerischen Landtag nimmt sich dieser Themen verstärkt an und besuchte in der Legislaturperiode erneut die Modellregion Kempten, die sich beispielhaft in der Inklusion engagiert.

Dabei konnte sich die Gruppe ein aktuelles Bild über Projekte und Fortschritte, aber auch über mögliche Hemmnisse vor Ort machen. Von den Erfahrungen, die in Kempten gemacht werden, erhoffen sich alle Beteiligten Ideen und Anregungen für den Aufbau weiterer Modellregionen sowie für die erfolgreiche Umsetzung von Inklusion in ganz Bayern. Gleich zu Beginn des Besuchs hob der Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle hervor, dass es erklärtes Ziel sei, alles daran zu setzen, dass Teilhabe realisiert werde. Daher wurde bereits 2016 der Kommunale Aktionsplan für Menschen mit Behinderung beschlossen. Unter dem Motto „Miteinander inklusiv Kempten“ stellte er eine Leitlinie für die politische Arbeit und die Verwaltung vor. Die nächsten Programmpunkte waren Vorträge zur aktuellen Situation der „Schulstadt Kempten und Inklusion“, die weitere Öffnung der sonderpädagogischen Förderzentren und die wissenschaftliche Begleitung der Modellregion. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion Gabi Schmidt zeigte sich tief beeindruckt: „Ich bin überwältigt, wie gut Inklusion laufen kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Hier entstehen laufend neue Synergien aus den verschiedenen Projekten. Alle Akteure vor Ort sind mit Herzblut bei der Sache.“ So gibt es beispielsweise im Rahmen der Initiative „Zukunft bringt`s“ zahlreiche Kooperationen und Vernetzungsstrukturen zwischen schulvorbereitenden, außerschulischen und schulischen Maßnahmen der Inklusion. Die hierfür benötigten Ressourcen und Mittel werden durch gemeinsames Engagement der Kommune und des Freistaats geleistet. „Wir müssen in den kommenden Jahren den Ausbau weiterer Inklusionsstellen vorantreiben. Dafür sind wir auf einem sehr guten Weg“, endet Schmidt.

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