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29.05.2012
Arbeitsgruppe Schulbegleiter

FREIE WÄHLER zur Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe für die Schulbegleitung durch Kultusministerium und Verband der bayerischen Bezirke

Felbinger: Schulbegleiter müssen auch pädagogische Aufgaben übernehmen dürfen – Runder Tisch gefordert

 

München (do). Die FREIEN WÄHLER haben die angekündigte gemeinsame Arbeitsgruppe von bayerischem Kultusministerium und Verband der bayerischen Bezirke für die Schulbegleitung als „längst überfällig“ bezeichnet und zugleich einen Runden Tisch unter Berücksichtigung aller Beteiligter gefordert. Günther Felbinger, MdL und bildungspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, sagte, das Kultusministerium müsse dazu neben den bayerischen Bezirken auch alle weiteren kommunalen Spitzenverbände einladen und besonders hinsichtlich Schulbegleitern zur Unterstützung von Menschen mit besonderem Förderbedarf tätig werden. „Wenn die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen vernünftig umgesetzt werden soll, bedarf es künftig einer für alle Beteiligten nachvollziehbaren Lösung und einer Neudefinition des Aufgabengebietes von Schulbegleitern“, so Felbinger. Dabei müsse  hinterfragt werden, inwieweit die Aufgabe von der reinen persönlichen Begleitung im Zuge eines effizienten Einsatzes im Schulunterricht auch die Übernahme pädagogischer Aufgaben zulasse.  

„In diesem Zusammenhang ist auch die Finanzierung zu klären. Bayern ist am Zug, da Bildung klar Aufgabe des Freistaates ist – nicht aber anderer öffentlicher Körperschaften“, so Felbinger, der vor seinem Einzug in den Bayerischen Landtag selbst viele Jahre als Lehrer tätig war. Der Abgeordnete beklagte weiter, dass in manchen Schulklassen mehrere Schulbegleiter anwesend seien. „Diese dürfen aber die Lehrkraft letztendlich nicht pädagogisch unterstützen – das ist ein Unding und muss rasch geändert werden.“ Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, MdL und sozialpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, ergänzt, es sei ein langjähriges Versäumnis der Bayerischen Staatsregierung, dass diese bisher noch nicht tätig geworden ist. „Der Bericht der Staatsregierung hat im Sozialausschuss jedenfalls mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Deswegen ist im Landtag möglichst schnell eine Expertenanhörung durchzuführen und die Ergebnisse noch vor Beginn des neuen Schuljahres umzusetzen – es kann nicht sein, dass die Inklusion immer zulasten von Städten und Gemeinden geht und sich der Freistaat schadlos hält.“


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