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02.12.2020

Bayerische Therapie-Strategie: Koalitionspartner reichen Dringlichkeitsantrag für Millionenförderung ein

Pohl: Keine Chance im Kampf gegen Corona ungenutzt lassen

München. Mit einer ausgeklügelten und umfassenden Corona-Strategie haben die Regierungsfraktionen aus CSU und FREIEN WÄHLERN frühzeitig die Weichen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie in Bayern gestellt. Jetzt wird die bislang aus drei Säulen bestehende Strategie um eine weitere Säule ergänzt: Neben Prävention, Testungen und Impfstoffentwicklung wollen die Regierungspartner künftig mittels einer Bayerischen Therapie-Strategie erfolgversprechende bayerische Therapieansätze unterstützen. Das hatten die beiden Fraktionen gestern bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Maximilianeum angekündigt und heute einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag ins Plenum des Landtags eingebracht.

Auf die Entwicklung eines Impfstoffes allein dürfen wir uns nicht verlassen – zumal selbst bei einer raschen Zulassungsreife einige Monate vergehen werden, ehe die angestrebte Herdenimmunität erreicht werden könnte“, betont Susann Enders, gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion. „Wir müssen deshalb alles dafür tun, um Patientinnen und Patienten, die am Coronavirus erkrankt sind, bestmöglich zu versorgen.“ Ziel sei es, die Entwicklung von Medikamenten und Therapien zur Behandlung von COVID-19 zu unterstützen – dazu soll die Staatsregierung 50 Millionen Euro aus dem „Sonderfonds Corona-Pandemie“ in die Hand nehmen.

„Bislang haben wir den eigens für die Pandemiebekämpfung eingerichteten Sonderfonds nicht anfassen müssen“, erklärt Bernhard Pohl, haushaltspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER-Fraktion im Bayerischen Landtag. Angesichts der weiterhin angespannten Corona-Lage und der hohen Anzahl an täglichen Neuinfektionen sei es daher richtig und wichtig, die bereitgestellten Mittel für zielführende Maßnahmen und Produkte zur Gesundheitsvor- und -fürsorge einzusetzen.

„Wir dürfen im Kampf gegen das gefährliche Corona-Virus keine Chance ungenutzt lassen. Mit der Biotechnologiebranche in Bayern haben wir Gott sei Dank innovative Weltmarktführer direkt vor der Haustür, die bei entsprechender finanzieller Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur Pandemie-Eindämmung leisten können“, so Pohl. Konkret sollen die bereitgestellten Mittel in wissenschaftliche Forschungsprojekte in Zusammenhang mit dem Coronavirus fließen, um etwa das Risiko für schwere Verläufe einer COVID 19-Infektion zu vermindern.

Hinweis: Den erwähnten Dringlichkeitsantrag finden Sie HIER.


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