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Hubert AiwangerHubert Aiwanger
11.11.2011

Bessere Bahnanschlüsse könnten viele Flüge am Münchner Flughafen ersetzen

Aiwanger wirft Staatsregierung Ahnungslosigkeit vor

„Versagen auf ganzer Linie“ wirft der Vorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, der Bayerischen Staatsregierung in Bezug auf die dritte Startbahn am Flughafen München vor. Die Staatsregierung habe sich bisher nicht um Alternativen zur „angeblich benötigten dritten Startbahn gekümmert, sondern ist den Argumenten der Startbahnfetischisten blind hinterher gestolpert.“ Aktuell wird die Notwendigkeit für eine weitere Startbahn auch vom CSU-Abgeordneten Zeitler in Frage gestellt. Dieser hat errechnet, dass bessere Bahnanbindungen des Flughafens einen Großteil der Kurzstreckenflüge ersetzen könnten, welche derzeit rund ein Drittel der jährlich rund 400.000 Flugbewegungen in München ausmachen.

Auch Aiwanger hatte bei einer Veranstaltung der FREIEN WÄHLER am vergangenen Dienstag in München einen Ausbau der Bahnanbindungen an den Flughafen und eine Optimierung des innerdeutschen Bahnnetzes generell gefordert. „Wenn die Bahn kundenfreundlicher wäre, könnten wir uns viele Flüge sparen“, so Aiwanger. Der Flughafenexperte der FREIEN WÄHLER, Manfred Pointner, schlägt als konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Bahnnetzes vor, die bestehende ICE-Linie München-Nürnberg-Frankfurt-Ruhrgebiet ab Nürnberg aufzuwerten. Außerdem seien schnellere ICE-Verbindungen vom Hauptbahnhof München nach Hannover, Hamburg und nach Berlin sinnvoll, da Zugreisen in die Bundeshauptstadt derzeit sieben bis acht Stunden dauerten.

Aiwanger sieht sich in seiner Einschätzung, dass die Staatsregierung gar nicht wisse, was am Flughafen überhaupt passiert, auch durch die inhaltsleere Antwort der Staatsregierung auf seine Anfrage der letzten Tage bestätigt. Aiwanger wollte wissen, wie viele Überflüge über Stadt und Landkreis Landshut durch Flugzeuge aus München stattfinden. Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie wusste hierauf keine Antwort und verwies auf die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH. Aiwanger: „Dem Freistaat gehören 51 Prozent des Flughafens, und die Regierung steht vor der Frage von Milliardeninvestitionen für eine weitere Startbahn mit Ausweitung der Flugbewegungen. Wenn dabei die Herrschaften hausintern nicht mal wissen, wo welche Flugzeuge herumkurven und eventuell die Bevölkerung beeinträchtigen, dann ist Hopfen und Malz verloren.“

Die FREIEN WÄHLER fordern zudem seit langem einen direkten Bahnanschluss aus Ostbayern an den Flughafen München.


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