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14.11.2011

Freie Wähler fordern Erhalt aller Schulstandorte und die dazu nötigen Rahmenbedingungen

Felbinger: Auch im Bildungsbereich ist ein Ländlicher Raum-Faktor erforderlich

Die FREIEN WÄHLER haben Kultusminister Ludwig Spaenle aufgefordert, seinen großen Ankündigungen, die Bildungsqualität im ländlichen Raum mit einer standortbezogenen Schulentwicklung verbessern zu wollen, nun auch Taten folgen zu lassen. „Die Menschen vor Ort müssen schnellstens mit einbezogen werden, außerdem muss Spaenle endlich einmal Geld in die Hand nehmen, um mit mehr Lehrern und flexibleren Klassengrößen auch kleine Schulstandorte zu erhalten. Das alles haben wir FREIE WÄHLER schon zu Beginn der Legislaturperiode vor drei Jahren gefordert – die Bayerische Staatsregierung erteilte uns seinerzeit eine Absage“, so Günther Felbinger, bildungspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion.

Angesichts der demographischen Entwicklung müsse man von bisher starren Grenzen und Strukturen wegkommen und Bildungsregionen schaffen, innerhalb derer die regionale Schulentwicklung vorangetrieben werden könne. Felbinger: „Dazu gehört, schülergerechte, passgenaue und regionale Lösungen für die Bildungslandschaft vor Ort zu finden – und zwar mittels eines eigenständigen Schulentwicklungsplanes in den jeweiligen Landkreisen und kreisfreien Städten. Wir benötigen für die individuelle Förderung zusätzliches pädagogisches Personal und müssen dabei vor allem den Stadt-Land-Unterschied mit einem Demographie-Faktor berücksichtigen. Außerdem fordern wir auch im Bildungsbereich einen ‚Ländlichen Raum-Faktor‘ mit zusätzlichen Lehrerstunden für kleine Schulstandorte!“

Besonders wichtig ist den Freien Wählern der Erhalt aller Grund- und Mittelschulstandorte: „Kein Schulstandort darf mehr geschlossen werden – selbst bei nur noch geringen Schülerzahlen. Stattdessen schlagen wir flexible Lösungen vor, denn die Schulen sind ein wichtiger Standortfaktor für die Kommunen im ländlichen Raum. Die Städte und Gemeinden im ländlichen Raum bleiben auf diese Weise attraktiv; eine weitere Abwanderung junger Familien kann dadurch verhindert werden“, so Felbinger abschließend.


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