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Florian StreiblFlorian Streibl
03.02.2022

FREIE WÄHLER-Fraktion veranstaltet Online-Event „Blickpunkt B@yern: Wohlstand bewahren – Bayerns Energieversorgung sicherstellen“

Streibl: Klimaschutz und Bezahlbarkeit von Energie dürfen keine Widersprüche sein!

Im Rahmen ihres Online-Formats „Blickpunkt B@yern“ hat die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion am Donnerstag einen digitalen Parlamentarischen Abend veranstaltet. Thema: „Wohlstand bewahren – Bayerns Energieversorgung sicherstellen“.

Florian Streibl, Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, begrüßte zu dem Event Prof. Dr. Sibylle Günter, Wissenschaftliche Direktorin des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching (IPP), sowie Prof. Klaus Josef Lutz, Präsident der IHK für München und Oberbayern. Die Gesprächsleitung hatte Fernsehmoderatorin und Buchautorin Sylvia Schneider.

Nachfolgend übersenden wir Ihnen die zentralen Statements der Diskutanten.

Florian Streibl:
Wir FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag setzen uns für eine bürgernahe und dezentrale Energiewende ein. Dabei dürfen Klimaschutz sowie Bezahlbarkeit der Energie keine Widersprüche sein. Denn die breite Akzeptanz der Bevölkerung ist Kernvoraussetzung für den erfolgreichen Aufbau einer CO2-neutralen, nachhaltigen Energieversorgung. Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen müssen daher unbedingt miteinbezogen werden – sowohl bei der Planung als auch beim Betrieb. Dies kann beispielsweise in Form regionaler Betreibergenossenschaften erfolgen, damit die Wertschöpfung vor Ort bleibt. Preisanstiege, wie etwa durch die CO2-Bepreisung, müssen angemessen kompensiert werden, sodass Energie für uns alle bezahlbar bleibt.“

Prof. Dr. Sibylle Günter:
„Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik forscht an seinen beiden Standorten Garching bei München sowie Greifswald an der Nutzbarmachung einer völlig neuen Energiequelle – der Kernfusion. Sie ist die einzige bisher noch nicht erschlossene Ressource, die eine CO2-freie Versorgung rund um die Uhr sicherstellen könnte. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Brennstoff ist weltweit nahezu unbegrenzt verfügbar. Der geringe Landverbrauch sowie die Grundlastfähigkeit machen Fusionsenergie darüber hinaus zu einer optimalen Ressource für Industriebetriebe und Großstädte. Leider ist noch viel Forschung nötig, bevor Fusionswerke in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts einen Beitrag zur Lösung des Energieproblems beitragen können.“

Prof. Klaus Josef Lutz:
„Die bayerischen Unternehmen bekennen sich klar zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Energiewende. Sie arbeiten bereits mit Hochdruck an Lösungen, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren und auf klimaschonende Technologien umzustellen. Dieser Wandel stellt Wirtschaft und Gesellschaft als Ganzes, aber auch einzelne Betriebe vor enorme und vielfältige Herausforderungen, für die es keine kurzfristige Lösung gibt. Für das Gelingen der Energiewende ist es daher essenziell, ambitioniert und technologieoffen auch solche Ansätze zur Marktreife zu führen, die erst mittel- und langfristig das Potenzial haben, einen unmittelbaren Beitrag zur Emissionsminderung zu leisten. Dazu gehören Wasserstoff- sowie Fusionstechnologien oder Ansätze der Carbon Capture and Utilization sowie der Carbon Capture Storage. Nichtdestotrotz dürfen wir dabei die kurzfristigen Belange unserer Unternehmen nicht aus den Augen verlieren. Hierzu zählt eine Energieversorgung zu international wettbewerbsfähigen Preisen. Dies ist aktuell bei Gas und Strom für viele Unternehmen – insbesondere im produzierenden Gewerbe – nicht gegeben. Bundes- und Landesregierung dürfen deshalb notwendige Maßnahmen, wie die Absenkung der Stromsteuer, nicht länger aufschieben. Zudem müssen sie sich auch unbequemen Themen, wie Flächennutzungskonflikten und Akzeptanzproblemen bei den erneuerbaren Energien sowie dem Stromnetzausbau, vor Ort ehrlich stellen.“ 

Unter nachfolgenden Links können Sie die Veranstaltung nochmals anschauen:


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