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Man on balcony of residential building with solar panel in which the sun is reflected at sunset. Guy looking to the camera. Concept converting solar radiation into electricity
Hans FriedlHans Friedl
Rainer LudwigRainer Ludwig
25.05.2022

FREIE WÄHLER-Fraktion will Inbetriebnahme von Mini-PV-Anlagen vereinfachen

Ludwig: Balkonkraftwerke können Beitrag zum Klimaschutz leisten

Wer eine Photovoltaikanlage installieren und davon profitieren will, braucht normalerweise eine eigene Immobilie. Eine erschwingliche Alternative, auch für Mieter, sind sogenannte Balkonkraftwerke. Die Mini-Solaranlagen können an Balkonen, Außenwänden, auf Terrassen und in Gärten installiert werden. Der Strom wird über eine spezielle Steckdose eingespeist und kann sofort im Hausstromnetz genutzt werden. Damit leisten Betreiber einen Beitrag zur dezentralen Energiewende und sparen gleichzeitig Energiekosten. Allein: Bislang sind die Hürden zur Installation von Mini-PV-Anlagen in vielen Fällen hoch. Das will die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion jetzt ändern.

Balkonkraftwerke sind eine schnelle, unkomplizierte und kostengünstige Möglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger, an der Energiewende teilzunehmen und aktiv Klimaschutz zu betreiben“, erklärt Rainer Ludwig, energiepolitischer Sprecher. Deswegen fordert seine Fraktion in einem Antrag die Berliner Ampel-Regierung auf, die Inbetriebnahme steckerfertiger Mini-PV-Anlagen mit einer Spitzenleistung von bis zu 600 Watt zu vereinfachen. „Die steigenden Energiepreise sind in aller Munde – Berlin muss jetzt zeigen, dass es keine Möglichkeit ungenutzt lässt, um Verbraucher zu entlasten und das Klima zu schonen“, so Ludwig.

Konkret fordert die FREIE WÄHLER-Fraktion, dass eine Inbetriebnahme auch schon vor dem Einbau eines rücklaufgeschützten Stromzählers möglich ist – vorausgesetzt, dass seit Antragstellung ein Monat vergangen ist und der Betreiber bis zum Einbau des neuen Zählers auf die Einspeisevergütung verzichtet. Zudem schlägt die Fraktion in ihrem Antrag ein Recht des Mieters auf Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft zum Anbringen eines Balkonkraftwerkes durch den Bewohner vor – sofern der Installation nicht zwingende Gründe entgegenstehen und der Betreiber alle Kosten, auch etwaige Folgekosten, trägt. „Das würde bürokratische Hemmnisse auf ein Minimum reduzieren“, betont Hans Friedl, wohnungs- und baupolitischer Sprecher.

Darüber hinaus plädiert die Fraktion dafür, dass die Inbetriebnahme einer Mini-PV-Anlage künftiggenehmigungsfrei erfolgen kann – und der Netzbetreiber über die Inbetriebnahme nur noch in Kenntnis zu setzen ist. Die kleinteiligen Solarmodule seien besonders für den städtischen Raum geeignet, weil sie wenig Platz benötigen und einfach zu installieren seien, so Friedl. „Menschen mit geringerem Einkommen und ohne eigenen Haus- und Grundbesitz bieten sie die Möglichkeit, ihre Stromkosten trotz explodierender Energiepreise zu senken.“ Jüngsten Berechnungen zufolge amortisierten sich die Anlagen in drei bis neun Jahren.

Hinweis: Den Antrag finden Sie HIER


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