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Florian StreiblFlorian Streibl
11.09.2020
FREIE WÄHLER gedenken Opfern des Olympia-Attentats von 1972

Streibl: Erstarkendem Antisemitismus noch entschiedener entgegentreten!

München. Vor 48 Jahren verübte die palästinensische Terrororganisation „Schwarzer September“ bei den Olympischen Spielen in München einen religiös motivierten Terroranschlag auf das israelische Olympiateam. Es endete mit der Ermordung aller elf israelischen Geiseln sowie dem Tod eines Polizisten. Den Opfern gedachte die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion am Freitag zum Abschluss ihrer Herbstklausur in München – gemeinsam mit Sandra Simovich, Generalkonsulin des Staates Israel in München, Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, sowie Shmuel Aharon Brodman, Gemeinderabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.
 
„Es sind Bilder des Schreckens, die sich tief ins Gedächtnis der Menschheit gebrannt haben“, sagte Fraktionschef Florian Streibl am Denkmal für die Opfer des Olympiaattentats 1972. „In der Trauer um die Opfer stehen wir heute hier zusammen und gedenken des furchtbaren Attentats auf das olympische Dorf.“ Bis heute habe der Anschlag und der dadurch öffentlich zur Schau gestellte antizionistisch geprägte Hass der Attentäter tiefe Narben hinterlassen – bei den Angehörigen der Opfer und Menschen in Israel genauso wie in Bayern, Deutschland und der ganzen Welt, so Streibl weiter: „Wir müssen dafür sorgen, dass diese Narben nie ganz verblassen. Denn sich erinnern heißt auch, Verantwortung zu übernehmen – für die Vergangenheit und insbesondere für die Zukunft“, bekräftigt Streibl den Willen der Staatsregierung, noch stärker gegen Antisemitismus vorzugehen.
 
Dabei arbeitet der Freistaat eng mit Israel als auch mit lokalen israelitischen Kultusgemeinden zusammen. „Das Attentat von 1972 war ein dunkler Tag für Israel, Bayern und Menschen in aller Welt“, bestätigte Simovich. „Doch die Zusammenarbeit zwischen Tel Aviv und München befindet sich auf einem neuen Höhepunkt. Die besondere Verbundenheit Israels, Deutschlands und Bayerns zeigt sich gerade in den kürzlich durchgeführten gemeinsamen Flugübungen ‚BlueWings 2020‘ der Luftwaffen beider Länder“, so die Generalkonsulin. Dabei waren im August israelische und deutsche Kampfflugzeuge in militärischen Formationen über München und Bayern geflogen – auch zum Gedenken an die Opfer von 1972.
 
Doch auch am Boden gebe es viel zu tun, so Charlotte Knobloch: „Die Staatsregierung sorge für die Sicherheit jüdischer Bürgerinnen und Bürger im Freistaat. „Das jüdische Leben war schon immer Bestandteil Bayerns. Dieses gilt es gegen jede Form von Antisemitismus zu schützen“, bekräftigte Knobloch. Der erneute Anstieg von Rechtsextremismus und Antisemitismus in Deutschland und Europa müsse deshalb eine Warnung sein.
 
„Für uns Deutsche gibt es viele Gründe, dem erstarkenden Antisemitismus noch entschiedener entgegenzutreten“, schloss Streibl: „Der abscheuliche Anschlag vergangenes Jahr auf die Synagoge in Halle zeigt den Handlungsdruck ebenso deutlich auf wie die Bedrohung unseres heutigen Gastes, Gemeinderabbiner Shmuel Aharon Brodman vor wenigen Wochen mitten in München. Umso mehr müssen wir uns auf die Werte der Menschlichkeit, Solidarität und Freiheit nicht nur besinnen, sondern sie leben und verteidigen. Wir stehen hier und heute zusammen gegen Intoleranz, Hass und Hetze: Denn das heißt es, eine wehrhafte Demokratie zu sein – offen, frei und plural“, sagte Streibl abschließend.


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