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Eva GottsteinEva Gottstein
Nikolaus KrausNikolaus Kraus
07.05.2020
FREIE WÄHLER wollen Orientierungspraktikum für angehende Lehrer weiterentwickeln

Gottstein: Studienwahl optimieren – Studienabbruchquote weiter senken

München. Traumjob Lehramt – aber welches? Vor dieser Frage stehen Jahr für Jahr Studieninteressierte aus ganz Bayern. Die FREIEN WÄHLER setzen sich deshalb im Bildungsausschuss des Landtags für die Weiterentwicklung des obligatorischen Orientierungspraktikums ein. „Offensichtlich ist, dass der Lehrberuf nach wie vor ein sehr attraktiver ist. Diesen erfreulichen Trend wollen wir FREIE WÄHLER unterstützen, indem wir eine Optimierung der Studienwahl anstreben und so die Studienabbruchquote weiter senken“, begründet die bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende des Landtagsbildungsausschusses Eva Gottstein einen diesbezüglichen Antrag.
 
Ihr Kollege Nikolaus Kraus ergänzt, Ziel müsse sein, Bayerns Schülerinnen und Schülern stets beste Bildung zu ermöglichen. „Dafür benötigen wir motivierte, aber eben auch geeignete Lehrkräfte. Nicht jeder Mensch ist für den Beruf des Lehrers geeignet, nicht jeder hält dem Stress stand und nicht jeder steht gerne täglich vor knapp 30 pubertierenden Jugendlichen und trägt für deren Entwicklung die Verantwortung.“ Umso wichtiger sei es, dass junge, am Lehramt interessierte Menschen sich im Rahmen eines Praktikums bereits frühzeitig ein Bild davon machen könnten, was sie später einmal erwarte, so Kraus. Gymnasiallehrkräfte etwa hätten wegen ihres eigenen Bildungswegs meist nur Erinnerungen an Gymnasial- und Grundschulzeit – andere Schularten seien ihnen dagegen fremd. Kraus: „Gerade für sie brauchen wir eine Möglichkeit, über den Tellerrand hinauszusehen und festzustellen, welche Schulart ihnen aus der Perspektive einer Lehrkraft besser gefällt.“

Der Antrag der FREIEN WÄHLER ziele deshalb darauf ab zu prüfen, ob und ggf. wie für Lehramtsstudierende im Rahmen des Orientierungspraktikums der Besuch von mindestens zwei Schularten festgelegt werden kann, argumentiert Gottstein. „Aus unserer Sicht bietet gerade dieses Praktikum – eben da es so frühzeitig absolviert wird – die besten Chancen, um die richtigen Weichen für die Studienwahl zu stellen. Und das zu einem so frühen Zeitpunkt, dass ein möglicher Wechsel der Schulart für Studierende noch ohne größere Hürden möglich ist und auch persönlich als wenig problematisch wahrgenommen wird – anders als dies im weiteren Studienverlauf der Fall wäre“, so die ehemalige Realschul-Rektorin aus Eichstätt abschließend.


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