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Dr. Hans Jürgen FahnDr. Hans Jürgen Fahn
26.06.2013

FREIE WÄHLER zu Fluglärm am bayerischen Untermain: Lufthansa-Lärmtests am Flughafen Frankfurt reine „Placebo-Maßnahme“

Fahn: Thema Fluglärm stößt bei Staatsregierung bisher auf taube Ohren

München. Die Lufthansa wird ab Juli 2013 auf ausgewählten Flügen am Frankfurter Flughafen ein angepasstes Startverfahren im Probebetrieb durchführen. Dabei soll der Schalleffekt vor einer generellen Einführung dieses Verfahrens in einem breit angelegten, zwölfmonatigen Messverfahren untersucht werden. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion kritisiert dies in Bezug auf den geforderten Lärmschutz am bayerischen Untermain als reine „Placebo-Maßnahme“. Dr. Hans Jürgen Fahn, MdL und umweltpolitischer Fraktionssprecher: „Die Lufthansa hat bereits im Vorfeld der Tests eingeräumt, dass die zu erwartende Reduzierung des Fluglärms dabei eher gering ausfällt. Deshalb müssen nun endlich gesetzliche Regelungen her.“

Fluglärm, insbesondere in den Nachtstunden, hat gravierende negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwohner – auch am bayerischen Untermain, der in der Anflugzone des Frankfurter Flughafens liegt. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion hat deshalb die Staatsregierung in einem Antrag aufgefordert, im Bundesrat dem Gesetzesantrag der Länder Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zur Stärkung des Schutzes der Bevölkerung vor Fluglärm* beizutreten.

Fahn: „Die derzeit geltende gesetzliche Regelung im Luftverkehrsgesetz schützt die Interessen dieser Bevölkerungsgruppe nicht ausreichend. Aufgrund der massiven Gesundheitsgefährdung muss eine gesetzliche Regelung geschaffen werden, die dem Lärmschutz in der Nacht Vorrang vor Verkehrsbelangen einräumt.“ Der Gesetzesantrag der Länder Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg werde dem gerecht, so Fahn.  „Nur bei der Bayerischen Staatsregierung stößt das Thema Fluglärm bisher leider auf taube Ohren.“


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