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Thorsten GlauberThorsten Glauber
Hubert AiwangerHubert Aiwanger
27.09.2016

FREIE WÄHLER zu neuen „Tennet“-Plänen für Höchstspannungstrassen durch Bayern

Glauber: Wir setzen auf eine dezentrale Bürger-Energiewende

München. Der Stromnetzbetreiber Tennet hat die Abgeordneten des Bayerischen Landtags über neue Planungen für zwei Stromautobahnen durch Bayern informiert. „Mit riesigem Aufwand werden hier Trassen mit erheblichen Auswirkungen auf Mensch und Natur vorbereitet, die eigentlich überhaupt nicht erforderlich sind“, kommentiert Hubert Aiwanger, Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, diese Pläne. Denn die Trassen würden erst Jahre nach Abschaltung des letzten Atommeilers in Deutschland fertig und seien daher nutzlos.

„Statt alles für eine Verringerung des Bedarfs an Übertragungsleitungen zu unternehmen hat die Bayerische Staatsregierung das glatte Gegenteil getan – etwa, indem sie die 10H-Regelung für Windenergieanlagen durchgeboxt hat. Auch deswegen steht der Freistaat nun energiepolitisch mit dem Rücken zur Wand“, kritisiert Thorsten Glauber, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und energiepolitischer Sprecher. Zudem sei im Erneuerbare-Energien-Gesetz die Sonnensteuer für selbstverbrauchten Solarstrom eingeführt worden. So habe man billigend in Kauf genommen, dass der Freistaat in die Abhängigkeit von Stromimporten gerät – erst dadurch würden die HGÜ-Leitungen überhaupt notwendig. Wegen der sündhaft teuren Erdverkabelung würden sich zudem die Kosten für die beiden Stromtrassen vervielfachen.

„Wir FREIE WÄHLER zweifeln an der Dimension der beiden Stromtrassen im Freistaat“, bekräftigt Glauber und fordert die Bayerische Staatsregierung auf, sich für eine dezentrale Bürger-Energiewende einzusetzen: „Bayerns Anspruch war es, beim Ausbau der Erneuerbaren Energien Spitzenreiter in Deutschland zu sein – davon ist der Freistaat jetzt weit entfernt.“


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