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08.11.2019
FREIE WÄHLER zur Reaktivierung von Bahnstrecken

Eibl: Mobilität der Menschen in ländlichen Regionen sichern

München. Die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken in Bayern ist den FREIEN WÄHLERN ein Herzensanliegen – dort, wo eine solche Maßnahme sinnvoll und möglich ist. Zahlreiche Bahnreaktivierungsmaßnahmen befinden sich bereits in der Umsetzung – so sieht es der Koalitionsvertrag von CSU und FREIEN WÄHLERN explizit vor. Manfred Eibl, verkehrspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, informiert über den aktuellen Stand dieses für die Mobilität im ländlichen Raum so wichtigen Themas:
 
„Diesbezüglich wurde seitens der Regierungskoalition bereits im Mai 2019 ein Antrag in den Bau- und Verkehrsausschuss eingebracht – mit dem Titel „Zukunft der Mobilität in ländlichen Regionen“. Dieser wurde mit Zustimmung auch der Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen, SPD und FDP bei Enthaltung der AfD beschlossen. Am 15. Oktober 2019 wurde dem Antrag mit dem gleichen Votum im Bayerischen Landtag die Zustimmung gewährt.“
 
Hintergrund und Zielsetzung des Antrags beruhe auf der Entwicklung einer ganzheitlichen und vor allem integrierten Betrachtung der Mobilität in ländlichen Räumen, so der Abgeordnete aus dem niederbayerischen Perlesreut weiter. „Das heißt, die Verkehrsträger wie ÖPNV, SPNV, Bedarfsverkehre, PKW wie auch neue Mobilitätsangebote sollen hierbei gleichermaßen berücksichtigt werden. Ebenso sollen Schnittstellen zwischen den einzelnen Verkehrsträgern in den Blick genommen werden, etwa zur Frage, wie Vernetzungen bzw. Abstimmungen von Verkehrsangeboten erfolgen können“, so Eibl.
 
Geprüft werden solle außerdem die mögliche Gründung von landkreisüberschreitenden Verkehrsverbünden wie auch Möglichkeiten der digitalen Vernetzung. „Wichtig ist mir, dass diese Entwicklung in einem Ko-kreativen Prozess zur Erstellung eines ganzheitlichen und zukunftsorientierten Konzepts umgesetzt wird. Die Menschen vor Ort sollen sich mit ihrer Alltagskompetenz einbringen können – sie müssen verbindlich mitgenommen werden“, erklärt Eibl. Denn nicht nur Teilbereiche von Landkreisen sollten hierzu in den Fokus genommen werden. Vielmehr habe es die Gesamtheit der Landkreise und Regionen verdient, eine in die Zukunft ausgerichtete Verbesserung der Mobilität zu erreichen.

Eibl führt aus: "Im Gegensatz zur FDP bezieht sich der Antrag der FREIEN WÄHLER auf sämtliche Kriterien, die für eine Bahnreaktivierung ausschlaggebend sind. Also unter bestimmten Voraussetzungen auch weg von der Bemessungsgrenze der 1.000 Fahrgastkilometer. Wir brauchen individuell angepasste Kriterien für Stadt und Land und mehr Investitionen in die öffentliche Verkehrsinfrastruktur insgesamt.“ Denn die zentrale Herausforderung ländlicher Räume liege in der Mobilität der Menschen, ist Eibl überzeugt. Eine geringere Bevölkerungsdichte und ländliche Strukturen erforderten spezielle Lösungen für die Verbesserung der Mobilität. Dabei müssten die Wege zur Arbeit und zum Einkaufen, zur ärztlichen Versorgung sowie zum raschen Erreichen von Freizeitangeboten schwerpunktmäßig berücksichtigt werden.
 
Eibl abschließend: „Mit diesem Antrag denken wir FREIE WÄHLER Mobilität für ländliche Räume neu. Im Gegensatz zu meinen Landtagskollegen von der FDP geht es mir jedoch nicht um kurzfristige wahltaktische Ausrichtungen, sondern um eine Verbesserung der künftigen Mobilität – zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger in jedem einzelnen Landkreis.“
 
Hinweis: Den erwähnten Antrag finden Sie unter "Weitere Dokumente".


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