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11.05.2016

Immer mehr Polizisten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute werden Opfer von Gewalt

Hanisch: Wir müssen unsere Retter besser schützen

München. Knapp 15.000 Polizisten – und damit rechnerisch jeder zweite Beamte – wurden in Bayern im Jahr 2015 Opfer von psychischer oder körperlichen Gewalt. Diese Zahlen gehen aus einem Bericht des Innenministeriums hervor, der heute im Bayerischen Landtag vorgestellt wurde. Dazu Joachim Hanisch, fachpolitischer Sprecher für Rettungsdienste und Feuerwehr: „Das geht gar nicht! Wer Polizeibeamte angreift, greift auch einen Repräsentanten unseres Staates an. So wird das Gewaltmonopol des Staates und damit unsere Rechts- und Werteordnung als Ganzes in Frage gestellt.“

2015: 198 Fälle von Gewalt gegen Rettungskräfte

Auch Rettungskräfte und Feuerwehrleute werden in ihrem Berufsalltag immer öfter angepöbelt oder sogar körperlich attackiert. Auf Initiative der FREIEN WÄHLER musste die Bayerische Staatsregierung auch hierzu Rede und Antwort stehen. Im Jahr 2015 kam es demnach zu 198 Fällen von Gewalt gegen Rettungskräfte. Hanisch erklärt: „Übergriffe sind hier besonders tragisch, da nicht nur der – oft ehrenamtlich tätige – Helfer angegriffen, sondern zugleich die Versorgung von Verletzten gefährdet wird. Hier erwarten wir von der Staatsregierung fundierte Analysen, gerade im Hinblick auf die Ursachenforschung.“

Wir FREIE WÄHLER unterstützen schärfere Strafgesetze um unsere Polizeibeamten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute besser zu schützen. Die Täter dürfen nicht das Gefühl haben, ungeschoren davon zu kommen. Zugleich sind wir alle gefordert, den Verdienst der Polizeibeamten und ehrenamtlichen Retter für unsere Gesellschaft besser zu würdigen“, so Hanisch.


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