Pressemitteilungen
27.07.2012
Prognosen zum Lehrerbedarf auf den Prüfstand stellen

FREIE WÄHLER fordern Klarheit im Bayerischen Schulsystem

München (ml). „Das Kultusministerium muss sich endlich dem demografischen Wandel stellen und seine permanent falschen Prognosen zum Lehrerbedarf auf den Prüfstand stellen“, fordert Günther Felbinger, MdL und bildungspolitische Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. „Angesichts der völlig unterschiedlichen Entwicklung der Schülerzahlen und der Schularten in den verschiedenen Regionen Bayerns brauchen wir endlich mehr Flexibilität bei der Lehrerzuweisung und neue Ansätze bei der Lehrerbildung“, so Felbinger weiter. Gerade angesichts des akut auftretenden Lehrermangels in Unterfranken im Bereich der Mittelschule, wo der Markt an Mittelschul-Lehrkräften leer gefegt sei, müsse ein Umdenken stattfinden. Dies zeige sich bereits daran, dass nunmehr 20 Grundschul-Lehrkräfte auf Zwei-Drittel-Vertragsbasis akquiriert werden müssten, um wenigstens noch die Pflicht-Unterrichtsversorgung sicherzustellen. „Mit einer flexibleren Lehrerbildung, die es den Pädagogen ermöglichte, in mehreren Schularten eingesetzt zu werden, könnte man das halbjährlich wiederkehrende Problem schnell lösen“, so Felbinger.

Darüber hinaus fordern die FREIEN WÄHLER die Einführung eines echten und flexiblen Demografiezuschlags für die verschiedenen Regionen, um die teilweise eklatanten Schülerrückgänge in den ländlichen Regionen situationsgerecht zu beheben. „Man kann ja falsche Prognosen machen, aber dann muss man wenigstens die richtigen Werkzeuge haben, um sie umgehend beheben zu können“, meint der Bildungspolitiker. „Wenn aber divergierende Schülerströme auf starre Zuweisungs- und Funktionssysteme prallen, dann bricht schnell das Chaos aus.“ Um die neben Unterfranken auch in anderen Bezirken auftretende Lehrerversorgungsprobleme zu beheben, fordern die FREIEN WÄHLER  den Kultusminister auf, endlich einmal das Märchen von den angeblich 1.000 zusätzlichen Planstellen zu enthüllen. „Bei rückgehenden Schülerzahlen und angeblich zusätzlichen Planstellen Lehrermangel zu haben, da stimmt doch etwas Grundsätzliches im System nicht!“


Archiv