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Johann HäuslerJohann Häusler
09.06.2021

Rente mit 68? FREIE WÄHLER-Fraktion positioniert sich klar gegen Erhöhung des Eintrittsalters

Häusler: Alternative Vorschläge berücksichtigen – individuelle Lebensleistung anerkennen!

München. Länger arbeiten wegen der steigenden Lebenserwartung? In der Debatte um eine mögliche Rentenreform lehnt die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion eine Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 68 entschieden ab. „Der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums hat diese Woche festgestellt, dass das Eintrittsalter nicht langfristig von der Entwicklung der Lebenserwartung abgekoppelt werden könne und das bisherige Rentensystem aktuell an seine Grenzen stoße – doch seine Schlussfolgerungen sind falsch“, erklärt Johann Häusler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Arbeit und Senioren.

„Als FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag setzen wir uns seit Jahren für eine leistungsgerechte und zukunftsfähige Reform des Rentensystems ein. Wir hätten uns daher alternative Vorschläge des unabhängigen Beratergremiums gewünscht.  Die jeweilige Lebensleistung sollte dabei angemessen anerkannt werden, anstatt zukünftige Rentnergenerationen mit einem Eintrittsalter 68 weiter zu verunsichern“, so Häusler weiter. 

Erfreulich sei, dass die bayerische Sozialministerin Carolina Trautner in diesem Zusammenhang das Thema Mütterrente aufgreife und eine zeitnahe Vollendung der Mütterrente III fordere. „Das Anliegen der sogenannten Mütterrente III konnte durch uns FREIE WÄHLER im Landtag im Koalitionsvertrag aufgenommen werden. Wir wollen erreichen, dass Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern für geleistete Erziehungszeiten genauso viele Entgeltpunkte bekommen wie Mütter mit nach 1992 geborenen Kindern. Bereits vor zwei Jahren haben wir daher gefordert, die Mütterrenten vollständig anzugleichen“, betont Häusler.

Denn Leistungen in der Erziehung Heranwachsender oder der Pflege von Angehörigen müssten sich in der gesetzlichen Rente widerspiegeln. Häusler bekräftigt zudem, dass auch die Herausforderungen der häuslichen und familiären Pflege mehr Wertschätzung und eine angemessene Berücksichtigung in der Rente finden müssten. Die aktuelle Debatte zeige einmal mehr, wie wichtig es sei, eine grundsätzliche Regelung des Rentensystems entschlossen anzugehen. 


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