19.04.2018
Bayerische Jungbauernschaft und FREIE WÄHLER im Meinungsaustausch

Aiwanger: Dorfkultur muss erhalten bleiben

München. Probleme der Landwirtschaft analysieren und auf landespolitischer Ebene lösen – auch das ist ein wichtiges Ziel der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag. Und so traf sich deren Arbeitskreis „Umwelt- und Landwirtschaft“ in seiner letzten Sitzung mit Vertretern der Bayerischen Jungbauernschaft, um über aktuelle politische Themen zu diskutieren.

Das Ziel der Jungbauern: Sie möchten das Land lebendig halten. Dafür aber bräuchten sie Planungssicherheit – gerade wenn es um Stallneubauten und gesetzliche Regelungen geht. Dies ist aktuell nicht gegeben, weil konkrete politische Vorgaben fehlen wie etwa zur betäubungslosen Ferkelkastration. Ein weiteres Problem sind verschärfte Vorschriften, wenn Dorf- oder Vereinsfeste veranstaltet werden sollen – oder sich die Menschen im Freistaat ehrenamtlich als Vorstand eines Vereins engagieren möchten.

Unsere Gäste beklagten während des Gesprächs, dass die einschlägigen Vorschriften je Landkreis stark variieren und es bald nicht mehr möglich sein wird, ein Fest im ländlichen Raum zu organisieren und durchzuführen: Aufwand und Nutzen stehen schlicht in keinem akzeptablen Verhältnis mehr, da in den vergangenen Jahren bürokratische Auflagen eher geschaffen als abgebaut wurden. Volksfeste machen ein Dorf jedoch lebendig. Diese Dorfkultur, so bekannten Fraktionschef Hubert Aiwanger sowie die Abgeordneten Dr. Leopold Herz, Nikolaus Kraus und Benno Zierer, müsse unbedingt erhalten bleiben.

Weitere Themen des Gedankenaustauschs waren unter anderem die Rückkehr des Wolfs nach Bayern, Schäden, die der Biber in der Landwirtschaft anrichtet, sowie die Stärkung landwirtschaftlicher Familienbetriebe.

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