26.03.2018
Im Dialog: FREIE WÄHLER Landtagsfraktion empfängt Eigenheimerverband Bayern

Aiwanger: Unser gemeinsames Ziel ist weiterhin, die ‚Strabs‘ so schnell wie möglich abzuräumen

München. Nicht erst seit ihrem gemeinsamen Kampf gegen die Straßenausbaubeitragssatzung treffen sich die FREIEN WÄHLER und der Eigenheimerverband Bayern zum regelmäßigen Austausch im Landtag. Beim jüngsten Gespräch nahmen neben dem Fraktionsvorsitzenden Hubert Aiwanger, den Abgeordneten Nikolaus Kraus, Michael Piazolo und Benno Zierer auch Verbandspräsident Wolfgang Kuhn, Vizepräsidentin Sibylle Banner und Schatzmeisterin Christa Christ teil. Dabei standen die Themen Grundsteuer, Elementarschadenversicherung, Förderung des Wohnungsbaus außerhalb von Ballungsräumen und erneut die Straßenausbausatzung auf der Agenda.

„Unser gemeinsames Ziel ist weiterhin, die ‚Strabs‘ so schnell wie möglich abzuräumen“, betonte der Fraktionsvorsitzende Hubert Aiwanger. Er versicherte den Verbandsvertretern, dass sich die FREIEN WÄHLER im Landtag weiter mit Nachdruck für die Abschaffung einsetzen wollten. Dazu gehöre auch, die CSU beharrlich an ihr Versprechen zu erinnern, zeitnah einen Gesetzentwurf zur Abschaffung der Satzung vorzulegen.

Zierer verwies auf die Bedeutung des selbstgenutzten Wohneigentums für die Gesellschaft: „Ein Eigenheim gibt Sicherheit und befördert verantwortungsvolles Handeln.“ Es sei Aufgabe der Staatsregierung, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, „sodass sich auch Normalverdiener wieder ein eigenes Zuhause leisten können“. Einig waren sich die Anwesenden, dass die ländlichen Regionen durch eine bessere Infrastruktur und einen schnelleren Breitbandausbau attraktiver gemacht werden müssen, damit sich dort wieder verstärkt Familien ansiedelten.

Banner forderte die Umformulierung des Begriffs „altersgerechtes Bauen“ in „generationsgerechtes Bauen“: „Es ist in den Köpfen der Menschen noch nicht angekommen, dass nicht nur Senioren, sondern auch Familien mit kleinen Kindern barrierefreies Wohnen bevorzugen.“ Breite Türen, Verzicht auf Fußbodenschwellen, Duschen ohne Einstieg und vieles mehr seien Wohnelemente, die Menschen unterschiedlichen Alters angenehm und komfortabel empfänden. „Hier sind wir auf das Engagement aller Beteiligten angewiesen, damit generationsgerechtes Bauen umfassende Anwendung im Bauwesen findet“, sagte Banner

Abschließend betonte Aiwanger, dass Wohnungs- und Baupolitik ohne starke Verbände nicht realisierbar sei. Nur gemeinsam könnten Herausforderungen gemeistert und Missstände aufgezeigt werden. „Wir kommen in vielen Fragen schneller voran, wenn wir Allianzen bilden und uns gegenseitig unterstützen – so wie bei den Straßenausbaubeiträgen“, erklärte Aiwanger.

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