22.02.2018
Katholische Landjugendbewegung Bayern zu Gast bei den FREIEN WÄHLERN im Landtag

Was treibt junge Menschen in Bayern im Jahr 2018 um? Welche Wünsche haben Sie an die Politik? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, trafen sich die Katholische Landjugendbewegung Bayern (KLJB Bayern) und die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion im Maximilianeum zum offenen Meinungsaustausch.

Nach Meinung der KLJB Bayern sei Jugendpolitik in Zukunft als Querschnittsaufgabe zu verstehen, um junge Menschen besser politisch zu bilden. Dem pflichtete Eva Gottstein, jugendpolitische Sprecherin der FREIEN WÄHLER, bei: „Schulische Projektwochen zum Zwecke der politischen Bildung könnten hier Abhilfe schaffen.“ Maria Kurz, ebenfalls KLJB-Landesvorsitzende, plädierte dafür, die bisherige Wirkung der Landeszentrale für politische Bildung zu hinterfragen. Generell müsse diskutiert werden, welche Formen der Jugendbeteiligung ernst gemeint seien und wirklich zu einer Steigerung des politischen Interesses junger Menschen vor Ort führen können, so die KLJB-Vertreter.

Die Frage nach der Herabsetzung des Wahlalters wurde ebenfalls diskutiert. Ganslmeier forderte ein aktives Wahlalter von 14 Jahren – Gottstein sieht die Herabsetzung auf 16 Jahre bei Kommunalwahlen als zweckdienlicher an. Hubert Aiwanger, Fraktionsvorsitzender FREIEN WÄHLER, regte dabei an, eine weitere Herabsetzung weiterhin offen zu diskutieren. Generell sei eine weit verbreitete Unkenntnis ob unseres politischen Systems zu erkennen, so Florian Streibl, parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer.

Simone Grill, Vorstandsmitglied der KLJB, stellte die Studie „Stadt, Land, Wo?“ vor.  Die Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, warum junge Menschen entweder im ländlichen Raum bleiben oder eben in die urbanen Gebiete des Freistaats wandern. Als einer der Haltefaktoren ist nach Meinung beider Seiten ein adäquates Angebot an Wohnraum. So seien junge Leute oftmals gezwungen in die Städte zu ziehen, da es an Single- oder WG-tauglichen Wohnungen auf dem Land fehle, so Aiwanger. Hier sehe er den Freistaat in der Pflicht, bessere Voraussetzungen für Nachverdichtungen zu schaffen, um einerseits Wohnraum zu generieren und andererseits Flächenfraß vorzubeugen. Nikolaus Kraus, Abgeordneter aus Ismaning, sprach sich dafür aus, die unterschiedlichen Lebensentwürfe junger Menschen bei der Diskussion nicht außer Acht zu lassen. Kraus plädierte dabei für eine verstärkte Förderung von generationenübergreifenden Wohnformen, was die FREIEN WÄHLER im Landtag durch mehrere Anträge bereits auf das Tableau gebracht haben.

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