Schule

Bildung steht im Mittelpunkt des politischen Handelns der FREIEN WÄHLER - dies zeigt nicht zuletzt unser Einsatz für die Wiedereinführung eines neunjährigen Gymnasiums, der sich nun endlich bezahlt gemacht hat: Denn zum Schuljahr 2018/19 werden die ersten Jahrgänge von einer längeren Lernzeit und dem Leitspruch unseres Volksbegehrens „Mehr Zeit zum Lernen, mehr Zeit zum Leben“ profitieren können. Nur wird es Zeit, das angekündigte neue Gymnasium mit Inhalten zu füllen und weiterzuentwickeln. Vor diesem Hintergrund setzen wir uns dafür ein, individuellen Neigungen und Begabungen wieder mehr Raum zu geben und auch den Leistungskurs wiedereinzuführen.

Eine gute Bildungspolitik muss sich für uns am Wohl der jungen Menschen orientieren, sie optimal nach ihren individuellen Begabungen fördern, ohne sie jedoch zu überfordern. Wir fordern daher den Erhalt des differenzierten Schulsystem sowie möglichst kleine Klassen an allen Schularten, um alle Talente individuell fördern, Inklusion und Integration zu ermöglichen und damit die Chancengerechtigkeit des bayerischen Bildungssystems zu erhöhen.

Dabei ist Bildung für uns FREIE WÄHLER mehr als die bloße Vermittlung von Wissen. Bildung stellt vielmehr einen lebenslangen Prozess dar. Die Politik steht hier in der Pflicht, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen, um Schülerinnen und Schüler zum selbstbestimmten, lebenslangen Lernen zu befähigen.

Angesichts des stetigen gesellschaftlichen Wandels und wissenschaftlichen Fortschritts gilt es, neben der Vermittlung von Sachwissen und kognitiven Fähigkeiten, vermehrt Informationskompetenz, gesellschaftliches Werte- und Verantwortungsbewusstsein sowie die kreative und emotionale Entwicklung als wesentliche Bildungsziele in das bayerische Schulsystem zu integrieren. Im Sinne einer lebensnahen und nachhaltigen Bildung fordern wir daher mehr schulische Freiräume für die Vermittlung von Persönlichkeits- und Werteerziehung sowie die systematische Integration von Alltagskompetenzen, digitaler Bildung, Nachhaltigkeits- und Umweltbildung oder aber Service Learning in den Schulalltag.

Dabei muss Bildung immer auch in die Lebenswirklichkeit der Kinder vor Ort eingebettet sein. Wie setzen uns daher für den Erhalt der wohnortnahen Schule ein und fordern ein flächendeckend gut ausgebautes Ganztagsbetreuungs- und Bildungssystem. Dieses darf nicht vom Wohnort der Familien abhängig sein, sondern muss allen Kindern in Bayern möglichst gleiche Bildungschancen gewähren und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf befördern.

Zugleich wollen wir Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf noch besser begleiten und fordern einen stärkeren Praxisbezug sowie eine deutliche Aufwertung der berufsorientierter Bildung.

Daneben gilt es, insbesondere auch Inklusion und Integration an allen Schularten zu befördern und die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Um den vielfältigen Aufgaben jedoch gerecht werden zu können, müssen Bayerns Schulen nicht nur mehr Freiheit bei der Ausgestaltung ihrer Unterrichts- und Organisationsstruktur erhalten, sondern insbesondere auch mit den notwendigen personellen Ressourcen ausgestattet werden. Wir fordern daher die Stärkung der Eigenständigkeit der Schule und die Sicherstellung einer ausreichenden Lehrerversorgung durch eine professionalisierte und zielgerichtete Personalplanung des Kultusministeriums. Hierzu haben wir unter anderem auch einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Unterrichtsgarantie initiiert, fordern eine perspektivische Personalplanung und das Ende des Befristungsunwesens an Bayerns Schulen, um Junglehrkräfte nicht in prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu bringen und die Kontinuität des Lehrens und Lernens für Schülerinnen und Schüler gewährleisten zu können. Denn die Qualität unseres Bildungssystems hängt maßgeblich auch von der Versorgung der Schulen mit der notwendigen Zahl an qualifizierten und engagierten Lehrkräften ab

Unsere Positionen:

  • Verbesserung der Lehrerversorgung an Bayerns Schulen: Professionalisierung der Personalplanung statt wiederkehrende Notmaßnahmen
  • Mehr Zeit zum Lernen, mehr Zeit zum Leben: Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums
  • Ausbau einer bedarfsgerechten, flexiblen und qualitätsorientierten Ganztagsbetreuung
  • Erhöhung der Durchlässigkeit des Bildungssystems und Schaffung von Anschlussmöglichkeiten
  • Sicherung der wohnortnahen Schule durch Bestandsgarantie von Schulstandorten
  • Stärkung der Eigenständigkeit von Schulen
  • Stärkung der beruflichen Bildung
  • Integration durch Bildung
  • Ausbau der Inklusion an Schulen und Erhalt von Förderschulen
  • Digitale Bildung von der Grundschule bis ins Studium
  • Stärkung der nachhaltigen Bildung in Form von Persönlichkeits- und Werteerziehung, politisch-kultureller Bildung, Anwendungs- und Alltagskompetenz, digitaler Bildung, Umweltbildung sowie Service Learning
  • Ausbau und Weiterentwicklung der Lehreraus- und -fortbildung