Manfred Eibl

21.02.2019
Aktuelle Stunde im Landtag: FREIE WÄHLER wollen Automobilstandort Bayern stärken

Eibl: Kaputtreden der Autobranche gefährdet Arbeitsplätze

München. Bayern ist das Autoland: Mehrere zehntausend Arbeitsplätze hängen allein im Freistaat von der Automobilindustrie ab. Doch aktuell steht die Branche vor einigen großen Herausforderungen gleichzeitig: US-Präsident Trumps Androhung von Autozöllen, Brexit, anhaltende Diesel-Diskussion, verändertes Mobilitätsverhalten, Klimaschutz und Digitalisierung setzen die Branche massiv unter Druck. Um den Wandel erfolgreich zu bewältigen, müssen Politik, Unternehmen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände an einem Strang ziehen. Das hat die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion heute in ihrer Aktuellen Stunde im Plenum des Landtags gefordert.
 
„Die Automobilwirtschaft mit ihren Herstellern, Zulieferern und Werkstätten ist unser wichtigster Industriezweig, von dem insbesondere auch der ländliche Raum profitiert. Von keiner anderen Branche hängt Bayerns Wirtschaftskraft so stark ab, wie von der Autobranche“, erklärte Manfred Eibl, wirtschaftspolitischer Fraktionssprecher. Der Freistaat könne es sich nicht leisten, die Autobauer im Stich zu lassen. „Nur durch gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten können wir die aktuellen Herausforderungen stemmen.“
 
Wichtig sei, die Automobilbranche nicht kaputt zu reden. „Das gefährdet nicht nur zigtausende Arbeitsplätze, sondern verengt auch den Blick auf das Thema Diesel“, erklärte Eibl. Dabei sei die Zukunft des Dieselmotors nur eine von mehreren industriepolitischen Herausforderungen: „Wir müssen die Branche dabei unterstützen, neue, innovative Technologien weiterzuentwickeln.“ Ziel sei es, Bayerns führende Position als Premiumstandort sowie als Technologie- und Innovationsführer im Fahrzeugbau zu erhalten, um sowohl die Wertschöpfung vor Ort als auch zukunftsfeste Arbeitsplätze sicherzustellen.
 
Die Staatsregierung unternehme bereits viel, um die Branche zu unterstützen, so Eibl weiter. Schon im letzten Jahr habe Ministerpräsident Dr. Markus Söder mit Vertretern der bayerischen Automobilhersteller und großen Zulieferern den Pakt für die Zukunft der Fahrzeugindustrie in Bayern unterzeichnet. „Diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen“, betont Eibl. Dazu baut die Staatsregierung derzeit verschiedene Arbeitsgruppen auf, die sich mit den drängendsten Zukunftsfragen der Branche beschäftigen sollen.


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