27.09.2018
Aktuelle Stunde zur Mobilfunkabdeckung: FREIE WÄHLER kritisieren Förderprogramm der Staatsregierung

Glauber: Besseres Netz mit „National Roaming“ statt mit weiteren Funkmasten

München. Im Kampf gegen nach wie vor klaffende Funklöcher in Bayern macht sich die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion für den Einsatz von „National Roaming“ zur Verbesserung der Mobilfunkabdeckung stark. „Die Staatsregierung hat es jahrelang versäumt, sich um einen systematischen Mobilfunkausbau auch in strukturschwachen Regionen zu kümmern. Kurz vor der Landtagswahl soll es jetzt ein undurchdachtes Förderprogramm richten“, moniert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher Thorsten Glauber. Besonders kritisch sieht er, dass dazu 500 zusätzliche Funkmasten aufgestellt werden sollen. „Statt neuer Masten müssen die Unternehmen zu ‚National Roaming‘ verpflichtet werden, um gezielt Lücken im Netz zu schließen“, fordert Glauber heute in der Aktuellen Stunde des Landtags.
 
Beim nationalen Roaming buchen sich Mobilfunkgeräte am jeweiligen Standort automatisch in das beste Netz ein. Wenn beispielsweise im Heimnetz nur eine 2G-Versorgung verfügbar ist, das Partner-Netz jedoch über eine schnellere 3G-Versorgung verfügt, so wählt sich das Handy automatisch in das bessere Netz ein. „Vom National Roaming könnten insbesondere Menschen in strukturschwachen Regionen mit schlechter Mobilfunkabdeckung profitieren“, erklärt Glauber. Zudem biete die Technik den Vorteil, dass weniger zusätzliche Mobilfunkmasten aufgestellt werden müssten. „Die Sorgen der Bürger um ihre Gesundheit müssen wir ernst nehmen“, so Glauber.
 
In diesem Zusammenhang kritisiert Glauber auch den Plan der Staatsregierung, die Kommunen an den Kosten für das Aufstellen neuer Mobilfunkmasten zu beteiligen. „Die CSU hat den Bürgermeistern und Gemeinderäten schon den Ausbau des Breitbandinternets aufgedrückt. Und jetzt will sie unsere Kommunen auch noch beim Mobilfunkausbau in die Pflicht nehmen. Dabei ist das ganz klar Aufgabe des Freistaates – er muss die ‚weißen Flecken‘ im Netz in Zusammenarbeit mit den Telekommunikationsunternehmen schließen.“


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