Hubert Aiwanger

10.10.2018
FREIE WÄHLER fordern Aus für dritte Startbahn aus sozialen und ökologischen Gründen

Aiwanger: Noch mehr Flüge bedeuten noch mehr Belastung für die Region München

München. Die FREIEN WÄHLER lehnen den Bau der umstrittenen dritten Startbahn am Münchner Flughafen ab und machen das zu einer Koalitionsbedingung. Dazu der Vorsitzende der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion Hubert Aiwanger: „München platzt schon jetzt aus allen Nähten. Ein weiterer Wachstumsschub durch eine dritte Startbahn hätte sehr negative gesellschaftliche Auswirkungen wie etwa eine weitere Mietpreisexplosion und Verkehrsstress.“
 
Außerdem warnen die FREIEN WÄHLER vor den massiv zunehmenden Umweltbelastungen durch noch mehr Flüge über der Region, gerade auch vor dem Hintergrund der Debatte um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Ein Flugzeug stößt allein im Taxischubbetrieb, also beim Rollen zur Startbahn, pro Sekunde so viel lungengängigen Feinstaub aus wie ein Dieselauto auf einer 60 Kilometer langen Fahrt auf der Autobahn. Hinzu kommt der fünffache Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid pro Personenkilometer im Vergleich zur umweltfreundlichen Bahn. Auch Stickoxide werden in großem Umfang freigesetzt. Dazu Aiwanger: „Gut 300.000 Flüge in den ersten neun Monaten dieses Jahres sind sehr viel. Wir sollten größere Anstrengungen unternehmen, beispielsweise innerdeutsche Flüge – immerhin ein Viertel aller Flüge – vermehrt durch die umweltfreundlichere Bahn zu ersetzen. Der neue ICE München-Berlin in vier Stunden ist hierbei der richtige Ansatz.“
 
Die FREIEN WÄHLER mahnen ein ganzheitliches Denken in Sachen Klimaschutz und Gesundheitsbelastung an. Eine massive Ausweitung des Flugverkehrs in der Region München durch den Bau einer dritten Startbahn müsse deshalb verhindert werden. Das Nein der Münchner Bevölkerung zur dritten Startbahn im Rahmen des Bürgerentscheids im Jahr 2012 müsse in einer künftigen Landesregierung zur Richtschnur werden, so Aiwanger abschließend.


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