Susann EndersFlorian StreiblJutta Widmann

10.01.2019
FREIE WÄHLER wehren sich gegen Online-Versand von verschreibungspflichtigen Medikamenten

Enders: Beratungsleistung durch Apotheker muss erhalten bleiben

Straubing. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will das Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Medikamente lockern – dagegen wehrt sich die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. Auf ihrer Winterklausur in Straubing bekräftigten die Abgeordneten, dass sie stattdessen Vor-Ort-Apotheken erhalten und stärken wollen. „Apothekenbetreiber sind wichtiger Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung in Bayern“, betont der Fraktionsvorsitzende Florian Streibl.
 
Konkret fordern die FREIEN WÄHLER die Beibehaltung des derzeit geltenden RX-Versandverbots über Online-Apotheken. „Nur ein Versandverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel schützt unsere örtlichen Apotheken vor dem existenzbedrohenden Preiskampf mit ausländischen Apotheken, da sich diese bisher nicht an deutsche Preisvorschriften halten müssen“, so die niederbayerische Abgeordnete Jutta Widmann.
 
Die gesundheitspolitische Fraktionssprecherin Susann Enders ergänzt, Apotheker seien gemeinsam mit Medizinern die ersten Ansprechpartner in Fragen der Gesundheitsvor- und -fürsorge. Dies gelte insbesondere für den ländlichen Raum, für den Apotheken wichtige lokale Anlaufstellen seien. „Indem wir Vor-Ort-Apotheken stärken, stärken wir auch die ländlichen Regionen“, sagt Enders.
 
„Das Betreuungs- und Beratungsgebot von Apothekern muss erhalten bleiben“, so Streibl weiter. Vor-Ort-Apotheken stellten sicher, dass Medikamente schnell verfügbar seien. Durch deren Notdienste erhielten Patienten auch an Sonn- und Feiertagen dringend benötigte Arzneimittel. „Zudem sind Apotheken im ländlichen Raum wichtige Arbeitgeber, deren Wirtschaftskraft wir FREIE WÄHLER schätzen.“ Bereits im Jahr 2016 hatte die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion in einem Antrag gefordert, Vor-Ort-Apotheken zu schützen und den Onlinehandel mit Medikamenten einzuschränken. „Damals wie heute gilt: Die Apotheker im Freistaat können auf unsere Unterstützung zählen“, erklärte Streibl.


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