Hans FriedlBenno Zierer

13.02.2019
FREIE WÄHLER wollen umfangreiches ökologisches Maßnahmenpaket schnüren

Zierer: Umweltschutz ganzheitlich denken

München. Heute endet das Volksbegehren zur Artenvielfalt, die notwendigen 950.000 Unterschriften haben die Initiatoren bereits am Dienstag erreicht – für die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion ein klares Zeichen, dass Umweltschutz und Erhalt der Biodiversität die Menschen in Bayern beschäftigt. „Dieses Ergebnis überrascht mich nicht. Die bayerische Bevölkerung hat in den vergangenen Monaten immer wieder ihre Unterstützung für den Natur- und Umweltschutz bekundet“, sagt der verbraucherschutzpolitische Fraktionssprecher Hans Friedl. Deshalb wolle seine Fraktion zeitnah einen umfassenden Gesetzentwurf zur Artenvielfalt in den Landtag einbringen.
 
Der Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber (FREIE WÄHLER) arbeite mit seinem Ministerium bereits an einem alltagstauglichen und praxisnahen Gesetzentwurf. Dieser, so Friedl, solle den Zielen des Volksbegehrens so weit wie möglich entsprechen, den Umweltschutz in Bayern jedoch auf breitere Beine stellen: „Der Schutz biologischer Vielfalt geht uns alle an. Für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen ist deshalb das Engagement aller gefragt.“ Auch die bayerische Wirtschaft soll ihren Anteil zum Umweltschutz leisten: Die FREIEN WÄHLER wollen eine Landesstiftung für Umwelt, Klimaschutz und Artenvielfalt initiieren, die sich aus den Strafzahlungen des Autobauers Audi an den Freistaat speisen soll. Audi muss ein Bußgeld in Höhe von 800 Millionen Euro wegen Abgas-Manipulationen zahlen. „Diesen Betrag würden wir gerne als Grundstock für die Stiftung verwenden“, erklärt der umweltpolitische Fraktionssprecher Benno Zierer.
 
Wir FREIE WÄHLER haben ein großes Interesse daran, die Artenvielfalt in Bayern zu schützen und die wichtigen natürlichen Kreisläufe zu erhalten“, so Zierer weiter. Er sei deshalb zuversichtlich, dass die Fraktion in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium ein umfangreiches ökologisches Maßnahmenpaket schnüren könne, das den Wünschen der Bevölkerung Rechnung trage. „Wir müssen den Umweltschutz ganzheitlich angehen, landwirtschaftliche Restriktionen allein lösen keine Probleme“, erklärt Zierer mit Blick auf einen Teil der im Volksbegehren formulierten Forderungen. „Stattdessen wollen wir den Flächenverbrauch eindämmen und mehr Biotopverbünde schaffen. Entscheidend wird aber die Bereitschaft aller Menschen sein, ihren Lebensstandard anzupassen – im Interesse von mehr Umweltschutz“, so Zierer.


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